27. August 2010
Inklusion
In Bayern funktioniert manches anders, auch die Inklusion. Für den Rest der Welt ist klar: Inklusion bedeutet, Kinder mit besonderem Förderbedarf gar nicht erst von ihren Altersgenossen zu trennen, sondern alle gemeinsam zu unterrichten. Der bayerische Kultusminister redet von "Inklusion durch Kooperation" und meint damit: erst auseinandersortieren, und dann - vielleicht - wieder gemeinsam unterrichten. Die UN-Konvention für Menschen mit Behinderung, die Deutschland 2009 unterzeichnet hat, gesteht jedem Menschen ein Recht auf inklusive Bildung zu. Dem kann sich auch Bayern nicht entziehen. Das Kabinett hat kürzlich ein Konzept vorgelegt (Punkt 2 der Pressemitteilung), welches der Kultusminister demnächst den Verbänden erläutern will. Dass es da zu Kontroversen kommen dürfte, ist abzusehen, zum Beispiel an der Position des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands.
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