Presse

PM 15/2012 vom 18. Mai 2012

Eltern wählen Mittelschule nicht freiwillig

Der Bayerische Elternverband sieht keine Änderung im Verhalten der Eltern, was die Mittelschule betrifft: Nach wie vor schickten Eltern ihr Kind nur dann auf diese Schulform, wenn die Übertrittsnoten für die Realschule nicht reichen. "Bisher hat niemand die 100 Euro abgerufen, die der BEV für den freiwilligen Besuch einer Haupt- oder Mittelschule ausgelobt hat", sagt Henrike Paede, stellvertretende Vorsitzende des Bayerischen Elternverbands. "Viele Mittelschulen machen ganz ohne Zweifel hervorragende Arbeit. Als Option für ihr Kind sehen Eltern sie trotzdem nicht."

Der BEV hatte schon vor einigen Jahren den Eltern 100 Euro zugesagt, die ein Übertrittszeugnis mit mindestens Realschuleignung vorweisen und gleichzeitig nachweisen können, dass ihr Kind die Haupt- bzw.Mittelschule besucht. Bis heute sei das Geld nicht beantragt worden, sagt Paede.

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PM 14/2012 vom 17. April 2012:

Runder Tisch für das G8 - Elternbeteiligung mangelhaft

Die Mitbestimmung bayerischer Eltern ist mangelhaft. Das wird nach Ansicht des Bayerischen Elternverbands (BEV) am Runden Tisch zur Weiterentwicklung des Gymnasiums besonders deutlich, den Kultusminister Spaenle für heute einberufen hat. "An diesem Tisch werden keineswegs alle Eltern vertreten, für deren Kinder die Änderungen am Gymnasium wichtig sind", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des BEV. "Es fehlen die Gymnasialeltern Bayern und vor allem die Grundschuleltern. Für deren Kinder sind Neuerungen am Gymnasium mindestens so wichtig wie für die jetzigen Gymnasiasten." Berichte aus den Gymnasien deuteten zudem darauf hin, dass Direktoren, die die Linie des Kultusministeriums kritisch sähen, ebenfalls nicht eingeladen seien.

Der BEV weist erneut darauf hin, dass die Eltern in Bayern keine gesetzliche Landeselternvertretung haben, sondern in privatrechtlichen Vereinen organisiert sind. Vertreten würden deshalb nur Verbandsmitglieder. Längst nicht alle Eltern bayerischer Schulkinder seien Mitglied in einem Elternverband. Der BEV fordert deshalb eine gesetzliche Elternvertretung auf Landesebene. "Dann brauchte der Kultusminister sich nicht den Kopf zu zerbrechen, welche Elternvertreter er einladen soll - das wäre dann einfach die oder der Vorsitzende der Landeselternvertretung", sagt Lampl.


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PM 13/2012 vom 28. März 2012:

Danaergeschenk: Schule mit 26 Kindern
BEV fordert Extrastunden für Kombiklassen

Der Bayerische Elternverband (BEV) begrüßt es ausdrücklich, dass die Staatsregierung im Nachtragshaushalt mehr Geld für die Bildung bereitstellt. "Das ist ein Schritt in die richtige Richtung", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des BEV. Wie das Kultusministerium kleine Grundschulen auf dem Land sichern wolle, sei jedoch noch nicht völlig durchdacht. "Schulen mit 26 Kindern zuzulassen ist derzeit ein Danaergeschenk. Nimmt man es an, muss man sofort ordentlich investieren. Die Mittel fehlen dann anderswo."

Das Problem sei die Budgetierung der Lehrerstunden. Den Schulämtern werden Lehrerstunden pro Kind zugewiesen. Klassen mit weniger als 23 Kindern können bei der derzeitigen Berechnung keinen kompletten Lehrer "erwirtschaften". Sie müssen sich die Lehrerstunden für den Pflichtunterricht bei Schulen mit größeren Klassen holen. Wenn eine kleine Grundschule Kombiklassen bilde, um ihren Bestand zu sichern, brauche sie für die pädagogische Herausforderung des jahrgangsübergreifenden Unterrichts zusätzliche Lehrerstunden. Da diese nach der derzeitigen Regelung dem Budget für die Klassenbildung entnommen werden müssen, fehlten sie dort für andere Zwecke. "Problematisch wird das in Schulamtsbezirken, die sehr viele Grundschulen mit sehr kleinen Klassen haben", sagt Lampl. "Sie können die pädagogisch und strukturell sinnvollen Kombiklassen nur einrichten, wenn sie die nötigen Lehrerstunden woanders einsparen. Aber oft können sie das gar nicht, weil das Budget zu klein ist."

Der BEV fordert deshalb zusätzlich zu den bisherigen Budgets ein Kombiklassenbudget für kleine Grundschulen auf dem Land. Dieses Budget müsse den Schulämtern extra zugewiesen werden. Es solle sich nicht an der Schülerzahl orientieren, sondern an der Zahl der Kombiklassen. Alternativ solle jede Bezirksregierung 1000 zusätzliche Lehrerstunden erhalten, über die sie frei verfügen kann.

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PM 12/2012 vom 27. März 2012:

BEV fordert kostenfreies erstes Kindergartenjahr

Zum Bericht aus der heutigen Sitzung des bayerischen Ministerrats, bei der Sozialministerin Haderthauer den Einstieg in ein kostenfreies drittes Kindergartenjahr ankündigte, erklärt der Bayerische Elternverband (BEV):

Das Kindergartenjahr vor der Einschulung kostenlos zu machen, ist nicht im Sinne der Kinder. In diesem Alter sind fast alle Kinder in einer Kita oder wenigstens bei einer Tagesmutter. Vor allem für die Sprachentwicklung ist es viel wichtiger, dass Dreijährige die Kita besuchen. Es wäre deshalb sinnvoller, die Eltern im ersten Kindergartenjahr von den Beiträgen zu befreien, so lange der Kindergarten noch nicht gänzlich gebührenfrei ist.

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PM 11/2012 vom 26. März 2012:

Verstärkung im BEV-Landesvorstand
Der Bayerische Elternverband (BEV) hat bei seiner Landesversammlung am vergangenen Wochenende sechs weitere aktive Eltern als Beisitzer in den Landesvorstand nachgewählt. Sie verstärken den Landesvorstand bis zum Ende der Wahlperiode im Frühjahr 2014.

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PM 10/2012 vom 26. März 2012:

Elternbeteiligung ist in Bayern kaum möglich
Elternverband fordert echte Mitspracherechte für Eltern bei der Schulentwicklung

Das bayerische Kultusministerium behauptet heute in einer Pressemitteilung, Eltern würden in Bayern schon jetzt an der Schulentwicklung beteiligt. Das finde in den Dialogforen der Landkreise statt. Der Bayerische Elternverband (BEV) kann diese Behauptung nicht bestätigen. Eltern berichten immer wieder, dass sie zwar zu Dialogforen eingeladen würden, dort aber nur anhören dürften, was bereits beschlossen oder mindestens fest geplant sei. "Das ist die übliche bayerische Verlautbarungsdemokratie", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des BEV. "Wir hoffen sehr, dass Eltern in den neuen Bildungsregionen endlich ernsthaft beteiligt werden."

Der BEV weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Bayern neben Nordrhein-Westfalen das einzige Bundesland ist, in dem es keine gesetzliche Elternvertretung auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene gibt. "Hier darf der Freistaat ebenfalls demokratischer werden", sagt Lampl. "Es genügt nicht, die große Bedeutung der Elternmitwirkung in politischen Sonntagsreden zu beschwören, wenn man keine entsprechenden Strukturen schafft."

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PM 9/2012 vom 19. März 2012:

Downkinder gehören dazu
Elternverband gibt Tipps zur Inklusion

Anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tages am 21. März weist der Bayerische Elternverband (BEV) auf die aktuelle Gesetzeslage in Bayern hin: Alle Schulen sollen sich zu inklusiven Schulen entwickeln. Seit Beginn des Schuljahres 2011/2012 können Eltern wählen, ob ihr behindertes Kind die Förderschule oder die allgemeine Schule besuchen soll. Regelmäßig berichten Eltern jedoch, dass ihrem Kind der Zugang zur allgemeinen Schule schwer gemacht wird.

"Das liegt nicht immer am mangelnden Willen der Beteiligten", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des BEV. "Oft ist es einfach Unsicherheit beim Umgang mit den Vorschriften." Damit Eltern wissen, was die Vorschriften ermöglichen und wie sie angewandt werden, hat der BEV die wichtigsten Punkte als BEV-Inklusionstipps zusammengefasst. Alle bayerischen Schulen wurden Anfang März mit dem Newsletter des BEV darüber informiert. Die BEV-Inklusionstipps sollen den Elternbeiräten bei der Beratung der Eltern helfen und können am Schwarzen Brett der Schule ausgehängt, an die Kindergärten weitergegeben und über die Verteiler des Elternbeirats verschickt werden.

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PM 8/2012 vom 13. März 2012:

Ein Schuljahr mehr genügt nicht
BEV fordert neues Lernkonzept für das achtjährige Gymnasium

Mehrere Bundesländer haben das 9-jährige Gymnasium wieder zugelassen, weil der Protest gegen das G8 nicht nachließ. In Bayern will Kultusminister Spaenle nun innerhalb des G8 Spielraum für ein Abitur nach neun Jahren schaffen. Der Bayerische Elternverband (BEV) sieht den Minister in der Pflicht, sich etwas wirklich Neues einfallen zu lassen.

Etwas wirklich Neues wäre ein „flexibles Gymnasium“, das ähnlich wie die "Flexible Grundschule", die seit diesem Jahr in Bayern erprobt wird, den Schülern Freiraum zum Lernen im eigenen Tempo lässt, so dass sie zwei Jahrgangsstufen auch in drei Jahren durchlaufen können. „Das geht auch am Gymnasium“, sagt die Landesvorsitzende Maria Lampl. „Es wäre allerdings pädagogisch nichts gewonnen, wenn der Schüler einfach nur eine Klasse wiederholt, selbst wenn das dann nicht als Wiederholungsjahr gilt. Die ganze Art des Lernens muss verändert werden, so dass jeder Schüler in jeder Jahrgangsstufe in seinem eigenen Tempo lernen kann und eben auch drei Jahre für den Stoff von zwei Schuljahren brauchen darf.“

Der Minister wolle bekanntlich nicht zum G9 zurück und dürfe das jetzt schon mögliche freiwillige Wiederholungsjahr nicht als Neuerung verkaufen. Maria Lampl: „Einen tatsächlichen Zuwachs an Flexibilität und Individualisierung des Lernens am Gymnasium begrüßen wir dagegen sehr!“


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PM 7/2012 vom 8. März 2012:

Mehr Geld für Kombiklassen
Jahrgangsgemischter Untericht ist sinnvoll und muss besser gefördert werden

Die heutige Ankündigung des Kultusministeriums, den Modellversuch flexible Grundschule deutlich auszuweiten, begrüßt der Bayerische Elternverband ausdrücklich. "Jahrgangsübergreifender Unterricht ist ein pädagogisches Zukunftsmodell", sagt Maria Lampl, die Vorsitzende des BEV. "Der BEV setzt sich dafür schon seit vielen Jahren ein und ermuntert immer wieder skeptische Eltern dazu, Kombiklassen nicht zu bekämpfen." Der Erfolg gebe dem BEV recht: Eltern, die Unterricht in Kombiklassen erlebt hätten, betrachteten ihn als großen Gewinn für ihr Kind.

Da immer mehr kleine Schulen auf dem Land nur mit Kombiklassen überleben können, gelte es, das gute pädagogische Konzept aus der flexiblen Grundschule auch hier anzuwenden: flexible Lernangebote und vor allem mehr Lehrerstunden, damit die Pädagogen sich auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder einstellen können. Der BEV fordert deshalb das Kultusministerium auf, für jede Kombiklasse fünf zusätzliche Lehrerstunden zur Verfügung zu stellen, die nicht aus dem normalen Stundenbudget genommen werden müssen. "Kleine Schulen haben diese Extrastunden nicht im Budget", sagt Lampl. "Sie müssen ohne die nötige Ausstattung jahrgangsübergreifend unterrichten - das ist pädagogisch nicht zu verantworten."

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PM 6/2012 vom 7. März 2012:

Keine Rückkehr zum G9
BEV fordert eigene Schulform mit 13 Jahren bis zum Abitur

Der Bayerische Elternverband lehnt die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium ab. Die Eltern plädieren stattdessen für ein Schulsystem mit zwei Wegen zum Abitur. Nach zwölf Schuljahren sollen die Schüler es am Gymnasium ablegen können, nach 13 Schuljahren an einer zweiten Schulform, die alle Nichtgymnasiasten aufnimmt und ohne Umwege von der ersten bis zur 13. Klasse führt.
Maria Lampl, die Vorsitzende des BEV, sagt dazu: "Wir wollen nicht zurück zum G9, sondern ein besseres G8." Das bedeute rhythmisierten Ganztagsunterricht, neue Lernformen, eine andere Art der Leistungsbewertung. "Der Unterricht muss in der Schule stattfinden, nicht zu Hause", sagt Lampl. "Das pädagogische Outsourcing ist eine große Belastung für die Familien."

Das alte neunjährige Gymnasium sei als Schulform völlig ungeeignet. Nicht ohne Grund habe man bereits 2003 ein "G9 neu" geplant, das dann ohne wesentliche Änderungen ins G8 überführt wurde. "Was schon damals schlecht war, wäre heute noch schlechter", sagt Lampl. "Eine Rückkehr zum G9 können wir deshalb nicht empfehlen. 13 Jahre bis zum Abitur sind für viele Schüler eine prima Alternative. Aber nicht im herkömmlichen Gymnasium."


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PM 5/2012 vom 1. März 2012:

Achtjähriges Gymnasium funktioniert nur ganztags
Eltern fordern Ganztagsgymnasium bis Klasse 10

Der Bayerische Elternverband fordert den sofortigen Ausbau der gebundenen Ganztagsschule am Gymnasium. Gebundene Ganztagszüge sind derzeit nur für die fünften und sechsten Klassen geplant. "Das G8 funktioniert wegen des Nachmittagsunterichts nur als echte Ganztagsschule", sagt die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands Maria Lampl zur heutigen Pressemitteilung des Kultusministeriums, in der das G8 gepriesen wird.
"Wir fordern deshalb die Einrichtung gebundener Ganztagszüge an allen Gymnasien. Es rächt sich, dass Eltern in Bayern kaum Mitspracherechte haben. Die Eltern in Rheinland-Pfalz konnten hingegen durchsetzen, dass nur echte Ganztagsschulen das G8 anbieten dürfen."


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PM 4/2012 vom 17. Februar 2012:

BEV fordert ministerienübergreifende Stelle für Inklusionsressourcen

Zwei gehörlosen Mädchen aus Schwaben konnte nach einem Urteil des Sozialgerichts in zweiter Instanz der zum Besuch der allgemeinen Schule erforderliche Gebärdendolmetscher nicht gewährt werden, weil die derzeit an der allgemeinen Schule vorhandenen Bedingungen für schulische Inklusion unzureichend sind und die Voraussetzungen für die Gewährung von Eingliederungshilfe nicht erfüllen.

„Dieses Urteil zeigt in erschreckender Weise, dass Gesetze, die Inklusion schaffen sollen, einander im Wege stehen“, sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands (BEV). „Dieser Konflikt darf nicht auf dem Rücken behinderter Kinder ausgetragen werden! Es ist daher unumgänglich, dass der Einsatz von Mitteln sowohl nach dem Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetz (BayEUG) als nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) künftig an einem gemeinsamen Tisch beschlossen wird!“

Der BEV hat sich daher mit vier Forderungen an Ministerpräsident Seehofer gewandt:

1. Die allgemeine Schule muss umgehend besser ausgestattet werden, damit sie den Anforderungen der Eingliederungshilfe nach dem Sozialgesetzbuch und dem Recht auf angemessene Vorkehrungen im Sinne der UN-Behindertenrechtskon¬ven¬¬tion genügt.

2. Bürokratische Hürden müssen umgehend beseitigt werden.

3. Für das Inklusionsmanagement müssen vor Ort behördenübergreifende Gremien mit Vertretern der zuständigen Schule bzw. des Schulamts, der Kommune und des Bezirks geschaffen und mit der Kompetenz ausgestattet werden, sämtliche Ressourcen festzulegen, sowohl die der Sozialhilfe als auch die schulischen.

4. Bei der Staatsregierung ist eine Stelle zu schaffen, die dafür sorgt, dass Zuständigkeitsstreitigkeiten zwischen Kultusministerium und Sozialministerium im Sinne der betroffenen Kinder gelöst werden.

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PM 3/2012 vom 16. Februar 2012:

Kein Mut zu fortschrittlicher Bildungspolitik
BEV bedauert die Ablehnung der Petition zur Schulstruktur und gibt den vom Kultusministerium geplanten Bildungsregionen keine Chance

Der Bildungsausschuss des bayerischen Landtags hat heute eine Petition für neue Chancen in der Schulentwicklung abgelehnt. Die Petition hatte das Forum Bildungspolitik in Bayern eingereicht, dem der BEV angehört.

In der Petition forderte das Forum Schulversuche, in die lokale und regionale Bedürfnisse ebenso wie aktuelle Erkenntnisse der Pädagogik und der Gehirnforschung einfließen können. Lehrer, Eltern und Kommunen sollten die für ihre Region passende Schule gestalten, auch über die Grenzen herkömmlicher Schularten hinweg. "Die Chance dazu ist vorerst vom Tisch", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands. "Damit ist Bayern das einzige Bundesland, welches strikt an der heiligen Dreigliedrigkeit festhält."

Die heute vom Kultusministerium vorgestellten Bildungsregionen seien kein Ersatz für die geforderte Schulentwicklung von unten. "Es wäre ein Wunder, wenn dort etwas genehmigt würde, das auch nur entfernt nach einer Gemeinschaftsschule aussieht." Zehnjährige würden also Bayern weiterhin rigoros auseinandersortiert, sagte Lampl.

Hier finden Sie die Petition.

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PM 2/2012 vom 16. Februar 2012:

Noten wichtig nehmen, aber nicht ernst
Elternverband bezweifelt die Aussagekraft von Noten

Das Zwischenzeugnis, welches bayerische Kinder am Freitag erhalten, sieht der Bayerische Elternverband (BEV) als Teil eines überholten Lern- und Leistungssystems. "Über Leistung und Begabung eines Kindes sagen Noten wenig", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des BEV." Noten zeigen nur, wie ein Kind beim Vergleich mit seinen Klassenkameraden abschneidet. Sie zeigen nicht, was ein Kind kann und erst recht nicht, wie es sich entwickelt hat." Noten seien weder objektiv noch könnten sie den Lernfortschritt belegen. Ein Kind, das statt 30 Fehlern nur noch 15 mache, habe enorm dazugelernt, aber immer noch eine Sechs. "Ein solches Bewertungssystem kann man doch nicht ernst nehmen", sagt Lampl.

Dennoch seien Noten in einem Schulsystem wie dem bayerischen wichtig. "In Bayern entscheiden Noten über die Schullaufbahn", sagt Lampl. Noten spielten die entscheidende Rolle beim Übertritt, für das Sitzenbleiben und für den Wechsel zwischen den Schularten. "Deshalb dürfen Eltern schlechte Noten nicht achselzuckend hinnehmen, sondern müssen alles dafür tun, dass sie besser werden." Das gelinge am besten mit Ermutigung und Zuspruch. Belohnung für gute Noten hält der BEV für unnötig. "Lieber am Zeugnistag ein Festessen veranstalten, egal, wie die Noten aussehen. Immerhin hat dann die ganze Familie die Hälfte des Schuljahres überstanden. Das darf man ruhig gemeinsam feiern."

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PM 1/2012 vom 26. Januar 2012:

BEV fordert Elternentscheidung beim Übertritt
Der Zugang zur weiterführenden Schule darf nicht an Noten hängen

Der Bayerische Elternverband erneuert seine Forderung, die Entscheidung über die weiterführende Schule den Eltern zu überlassen. "Welche Schule ein Kind nach der Grundschule besucht, sollen auch in Bayern endlich die Eltern bestimmen", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des BEV. "Schließlich haben Kinder und Eltern die Entscheidung zu tragen, da wollen sie sie auch selbst treffen."

Die Behauptung des Kultusministers, Eltern träfen die letzte Entscheidung beim Übertritt, sei falsch. "Eltern können sich immer nur für eine niedrigere Schulart entscheiden, als sie das Übertrittszeugnis zulässt, niemals für eine höhere", sagt Lampl. "Es ist Augenwischerei, das winzige Stückchen Entscheidungsfreiheit beim Probeunterricht großartig als letzte Entscheidung der Eltern zu verkaufen."

Bayern ist eines von vier Bundesländern, in denen noch der Notendurchschnitt über die Wahl der weiterführenden Schule entscheidet. Alle anderen Bundesländer lassen entweder schon immer die Eltern entscheiden oder sind zu dieser Entscheidung zurückgekehrt.

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PM 25/2011 vom 19. Oktober 2011:

Zentrales Kernabitur ist ungerecht
BEV fordert vergleichbare Voraussetzungen für Bildung

Die Absicht, mit bundesweiten Abiturstandards mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland herzustellen, findet der Bayerische Elternverband richtig. Den Vorschlag des Aktionsrats Bildung für ein zentrales Kernabitur hält er allerdings für ungeeignet. "Es ist nicht gerecht, die Latte für alle Abiturienten gleich hoch zu legen, ohne ihnen dieselben Bedingungen beim Start zu garantieren", sagt Maria Lampl, Landesvorsitzende des BEV. "Wenn die Wirtschaft mit diesem Vorschlag mehr Bildungsqualität erreichen und von besser ausgebildeten Abiturienten profitieren will, muss sie selbst etwas dafür tun und sich an der Bildungsfinanzierung stärker beteiligen." Man müsse bei der Frühförderung ansetzen und Kitas und Grundschulen personell und finanziell deutlich besser ausstatten.

Eine zusätzliche Abiturprüfung in Deutsch, Mathe und Englisch sei eine zusätzliche Belastung für die Schülerinnen und Schüler. Das sei allenfalls auf freiwilliger Basis akzeptabel, und nur ohne Benotung. "Ein Mini-PISA für Abiturienten könnte einen Standard setzen, an dem sich alle Länder orientieren", sagt Lampl. "So lange die Bildungsvoraussetzungen in den Bundesländern völlig unterschiedlich sind, darf das Ergebnis aber auf keinen Fall in die Abiturnote einfließen."


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PM 24/2011 vom 18. Oktober 2011:

Inklusion in der Schule erst ganz am Anfang
Elternverband fordert bessere Aufklärung der Schulen und Ansprechpartner für Eltern

Zur heutigen Bericht aus der Sitzung des bayerischen Kabinetts merkt der Bayerische Elternverband (BEV) an: Anders als Kultusminister Spaenle behauptet, ist die Inklusion an Bayerns Schulen noch längst nicht auf einem guten Weg. "Eltern, die ihr Kind an der Regelschule anmelden wollen, bekommen häufig zu hören, dass für eine echte Förderung kein Personal da sei und Baumaßnahmen zu teuer kämen", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands. "So vergrault man inklusionswillige Eltern. Wen wundert es, dass sie ihr Kind dann doch an die Förderschule schicken?"

Schulleitungen und Lehrer müssten vom Staat jegliche Unterstützung erfahren, die sie brauchen, um alle Kinder gemeinsam unterrichten zu können. Dazu gehören genügend Lehrkräfte mit sonderpädagogischem Know-how, Integrationshelfer und Sachmittel. Die Finanzierung der inklusiven Bildung müsse überdacht werden, hier müsse sich der Freistaat finanziell mehr einbringen.

Als regionale Ansprechpartner für Eltern fordert der BEV sachkundige Stellen für alle Fragen zur Inklusion, vom Schulbesuch über Therapie und Förderung bis zur finanziellen Unterstützung. Auf Dauer lasse sich das Förderschulsystem nicht als paralleles System zur allgemeinen Schule erhalten."Das wäre viel zu teuer", sagt Lampl, "und Eltern wollen das auch gar nicht. Eltern sind nicht für die Förderschule. Sie schicken ihr Kind notgedrungen dorthin, so lange Regelschulen so schlecht ausgestattet sind ."

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PM 23/2011 vom 12. Oktober 2011:

Auf den Anfang kommt es an
Elternverband fordert kostenloses erstes Kindergartenjahr

Zur Diskussion um ein für Eltern kostenloses letztes Kindergartenjahr bekräftigt der Bayerische Elternverband die Haltung, die er seit Jahren vertritt: Sinnvoller als ein kostenloses letztes Kindergartenjahr ist ein kostenloses erstes. "Sprachförderung ist das A und O der frühkindlichen Förderung", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des BEV. "Damit kann man nicht früh genug beginnen. Wenn Kinder erst mit fünf Jahren gezielte Sprachförderung erhalten, ist das zu spät." Da fast alle Fünfjährigen - anders als jüngere Kinder - den Kindergarten besuchten, werde ein kostenloses letztes Kindergartenjahr bei der Förderung der Kinder nichts ändern. "Wir hoffen, dass bei einem kostenloses ersten Kindergartenjahr mehr Dreijährige in den Kindergarten gehen und rechtzeitig gefördert werden", sagte Lampl. Falls die Staatsregierung nicht plane, ein solches kostenloses Kindergartenjahr verpflichtend zu machen, sei das auch verfassungsrechtlich kein Problem.


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PM 22/2011 vom 29. August 2011:

Zu wenig Betreuung an Bayerns Grundschulen
Elternverband fordert Ganztagsangebot für alle Grundschüler

Zum heute veröffentlichten Grundschulcheck des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) äußert sich der Bayerische Elternverband kritisch. Der DIHK teilt mit, dass 92 Prozent der bayerischen Grundschulen die Schulkinder nachmittags betreuen. Diese Behauptung ist falsch, denn die Befragung war nicht repräsentativ. Wie die Autoren der Veröffentlichung ausdrücklich schreiben, haben fast nur die Engagierten geantwortet, also die Schulen, die bereits eine Nachmittagsbetreuung haben.

Im März 2010 hatten erst 70 Prozent der bayerischen Grundschulen eine Mittagsbetreuung. Das geht aus einem Schreiben des Kultusministeriums hervor, das dem BEV vorliegt. Für eine Steigerung auf 92 Prozent hätte im vergangenen Schuljahr an rund 500 Grundschulen eine neue Mittagsbereuung eingerichtet werden müssen, was nicht der Fall gewesen sei. Da Mittagsbetreuungen zudem häufig nur bis 14 Uhr dauern, könne von einer ausreichenden Betreuung an den Grundschulen nicht die Rede sein. Der BEV fordert für alle Grundschulkinder in Bayern das Recht auf einen Platz in einer Ganztagsschule.

Hier finden Sie den Grundschulcheck des DIHK.

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PM 21/2011 vom 29. Juli 2011:

Gesetz zur schulischen Inklusion muss dringend nachgebessert werden

Zum 1. August 2011 tritt das neue Bayerische Erziehungs- und Unterrichtsgesetz in Kraft. Künftig können behinderte Kinder ohne die bisher erforderliche „aktive Teilnahme am Unterricht“ an der allgemeinen Schule unterrichtet werden. Der Bayerische Elternverband begrüßt das Gesetz als ersten Schritt in die richtige Richtung. Er kritisiert jedoch, dass das in Art. 24 der UN-Behindertenrechtskonvention proklamierte Menschenrecht auf inklusive Bildung nicht ins BayEUG eingegangen ist: Der Rechtsanspruch auf einen Platz in der allgemeinen Schule fehle nach wie vor. Damit bleibe die Zuweisung von Mitteln im Belieben des Finanzministers. Ohne die in der Behindertenrechtskonvention geforderten personellen und finanziellen „angemessenen Vorkehrungen“ sei inklusive Bildung jedoch qualitativ nicht abzusichern.

„Auch das gegliederte bayerische Schulsystem steht der Inklusion im Wege“, sagt die stellvertretende Vorsitzende des BEV, Henrike Paede. „nach dem Wortlaut des neuen Gesetzes ist Inklusion zwar Aufgabe aller Schulen und Schularten. Da aber die Zugangsvoraussetzungen zu weiterführenden Schule erhalten bleiben, wird Inklusion de facto nur in der Grund- und Hauptschule bzw. Mittelschule stattfinden.“

Der BEV vermisst einen Plan für die zeitliche und finanzielle Realisierung der inklusiven Bildung. Er fordert zugleich, in den Förderschulen mit den Schwerpunkten Lernen, Sprache und Verhalten keine neuen Klassen mehr zu bilden und Kinder mit dem entsprechenden Förderbedarf sofort in die wohnortnahe allgemeine Schule zu schicken. Der parallele Erhalt der Förderschulen sei zwar für eine Übergangzeit akzeptabel. Auf lange Sicht müssten Förderschulen jedoch in reine Kompetenzzentren ohne Schüler umgewandelt werden. Während dieser Übergangszeit müsste die Eltern völlig frei entscheiden, welche Schule ihr Kind besuchen soll. „Wir verstehen das neue Schulgesetz als einen allerersten kleinen Schritt in Richtung Inklusion“, sagt Henrike Paede. "Es muss jedoch so bald wie möglich nachgebessert werden.“

Eine ausführliche Stellungnahme des BEV zur Neufassung des BayEUG finden Sie auf der BEV-Website unter http://bayerischer-elternverband.blogspot.com/2011/06/inklusion-in-bayern.html

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PM 20/2011 vom 24. Juli 2011:

Besser nicht sitzenbleiben
Wiederholung eines Schuljahrs ist sinnlos und teuer

Am kommenden Freitag gibt es in Bayern das Jahreszeugnis. In zu vielen Zeugnissen steht "nicht versetzt". Weil entgegen landläufiger Meinung das Sitzenbleiben so gut wie nie etwas nützt, rät der Bayerische Elternverband den Schülern und ihren Eltern, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um das Sitzenbleiben doch noch zu verhindern. "Was nützt es dem Schüler, zehn Fächer, in denen seine Leistung ordentlich war, noch einmal ein ganzes Jahr lang durchzukauen, nur weil er in Geschichte und Englisch Lücken hat?", fragt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands.

Sitzenbleiben sei zur Leistungsverbesserung nachweislich sinnlos und volkswirtschaftlich ein Fehler. Weil im Wiederholungsjahr alles bekannt scheine, nähmen die Wiederholer den Unterricht nicht ernst. "Spätestens im Jahr nach dem Wiederholungsjahr sind sie dann schlechter als vorher." Sitzenbleiben sei darüber hinaus teuer. Abhängig von der Schulart koste es den Staat pro Schüler und Jahr zwischen 4000 und 6000 Euro. "Für den Betrag könnten Schüler problemlos ein Jahr lang individuell gefördert werden", sagt Lampl. Die zusätzlichen Kosten für die betroffenen Familien lägen mit etwa 600 Euro pro Monat noch darüber. Der Schaden, den das Sitzenbleiben bei den Schülerinnen und Schülern anrichte, werde zudem unterschätzt: Wer sich als Versager fühle, verliere sein Selbstbewusstsein und lerne schlechter. Wer sich seinen Platz in einer neuen Klasse erkämpfen müsse, habe über Monate den Kopf nicht für Vokabeln und Prozentrechnen frei.

Eltern, die mit dem Zeugnis unzufrieden sind, sollten sich so sofort an Klassenlehrer, Beratungslehrer oder Schulleitung wenden oder an die Schulberatung ihres Regierungsbezirks. Die Adresse finden sie auf der Website der staatlichen Schulberatung.

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PM 19/2011 vom 18. Juli 2011:

Schlagen und Haareziehen verboten
Elternverband lehnt körperliche Züchtigung in der Schule ab

Im Zusammenhang mit einer Gerichtsverhandlung in Oberbayern weist der Bayerische Elternverband darauf hin, dass körperliche Züchtigung an Kindern nicht zulässig ist. "Seit etwa zehn Jahren ist es endlich auch Eltern verboten, ihr Kind zu schlagen. Für Lehrer und Schulleiter gilt dieses Verbot erst recht", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands. Das bayerische Erziehungs- und Unterrichtsgesetz verbiete ausdrücklich die körperliche Züchtigung.

Das Landgericht Traunstein hatte die Leiterin einer Grundschule vom Vorwurf der Körperverletzung im Amt frei gesprochen. Die körperlichen Übergriffe - Ziehen an den Haaren, Ohrfeigen - haben nach Ansicht des Gerichts zwar stattgefunden, jedoch keine sichtbaren Schäden hinterlassen. Es sei weder Blut geflossen noch seien Haare ausgerissen worden. Blaue Flecken erfüllen nach Ansicht des Richters nicht notwendig den Tatbestand der Körperverletzung, ebensowenig wie erzieherische Maßnahmen, die keine körperlichen Schmerzen verursachen .

Der Bayerische Elternverband lehnt körperliche Strafen ab. Selbst im Schulrecht finde sich die früher übliche Verharmlosung körperlicher Züchtigung nicht mehr. Das Gerichtsurteil dürfe nun nicht als Freibrief verstanden werden, in den Schulen wieder handgreiflich zu werden. "Die bayerische Art des Hinlangens hat mit Pädagogik nichts zu tun", sagt Lampl. "Wir können nur hoffen, dass die Schulverwaltung Pädagogen, die Kinder geschlagen haben, an keiner Schule einsetzt."


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PM 18/2011 vom 15. Juli 2011:

In Bayern fehlen Lehrer
Elternverband fordert die Staatsregierung auf, ihre Einstellungspolitik zu überdenken

Kultusminister Spaenle hält die Lehrerversorgung im kommenden Schuljahr für gesichert und verweist auf 3000 Neueinstellungen, 1400 davon allein an den Grund- und Hauptschulen. Der Bayerische Elternverband sieht das anders. Ein großer Teil der neuen Lehrer ersetze Lehrer, die in Pension gehen. An den Grundschulen werde insbesondere durch die Inklusion erheblich mehr pädagogisches Personal benötigt.

Der Streit der vergangenen Wochen um die vielen neuen Kombiklassen habe zudem gezeigt, dass vor allem auf dem Land Lehrer fehlten. "Kombiklassen werden längst auch dort eingerichtet, wo genug Kinder für Jahrgangsklassen da sind", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands. "Die Schulämter können mit der derzeitigen Lehrerstundenzuweisung nicht einmal die Vorgaben des Kultusministeriums einhalten. Da ist Spaenles Behauptung, es gebe genug Lehrer, einfach ein Witz!" Die Staatsregierung müsse mindestens doppelt so viele neue Lehrer einstellen wie geplant.

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PM 17/2011 vom 13. Juli 2011:

Inklusive Schule in Bayern
Alle Kinder haben dasselbe Recht auf Unterricht

Der bayerische Landtag hat heute dem fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf für ein inklusives Bildungssystem in Bayern zugestimmt. Damit sei der Weg frei für eine neue Pädagogik, sagte Maria Lampl, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands. Alle Schulen müssten künftig Kinder mit besonderem Förderbedarf aufnehmen. "Der herkömmliche Unterricht, der auf sorgfältig vorsortierte, scheinbar leistungsgleiche, scheinbar gleich kluge Kinder ausgerichtet ist, funktioniert nicht mehr", sage Lampl. "Nun geht es ernsthaft an die individuelle Förderung."

Es gelte, das Gesetz im Sinne der Kinder anzuwenden. Die öffentliche Hand dürfe sich nicht mit dem Argument aus der Verantwortung stehlen, dass inklusiver Unterricht zu teuer sei."Wenn das Geld für ein teures Förderschulsystem da ist, muss auch Geld für die gemeinsame Förderung der Kinder da sein", sagte Lampl. "Und im Zweifelsfall geht immer die Inklusion vor."

Der Bayerische Elternverband fordert Staat und Kommunen auf, folgende Punkte besonders zu beachten:
> Alle Kinder haben ein Recht darauf, eine wohnortnahe Schule zu besuchen.
> Alle Kinder haben Anspruch darauf, dass sie in der Schule alles erhalten, was sie zum Lernen brauchen.
> Alle Lehrer müssen lernen, inklusiv zu unterrichten.

Nur als gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten werde Inklusion zum Erfolg.


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PM 16/2011 vom 28. Juni 2011

Gemeinsam lernen
Elternverband begrüßt Start der ersten 37 Schulen mit dem Profil Inklusion

Der Bayerische Elternverband (BEV) sieht in der Bewerbung von 37 bayerischen Schulen um das Profil Inklusion den ersten Schritt zur Umsetzung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderung. Der BEV bedauert, dass sich nur Grundschulen und eine Mittelschule um das neue Schulprofil beworben haben. "Gymnasien und Realschulen stehen der Inklusion weiterhin skeptisch gegenüber", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des BEV. "Daran wird auch der Hinweis des Kultusministers, dass Inklusion die Aufgabe aller Schulen sei, wenig ändern."

Der BEV sieht die Gefahr, dass mit Einführung der Profilschulen der Besuch der wohnortnahen Regelschule für Kinder mit Behinderung erschwert wird. "Wir fürchten, dass Eltern mit der Begründung abgewiesen werden, ihr Kind sei an der Profilschule besser aufgehoben." Für alle Kinder sei es aber das Beste, wenn sie im gewohnten Umfeld bleiben und in die nächstgelegene Schule gehen könnten.

Die Profilschulen dürften also nicht zum Ersatz für die Förderschule werden. Ihre Aufgabe sei es, Konzepte für den Unterricht in heterogenen Gruppen zu entwickeln und zu erproben, die später von allen Schulen übernommen werden. Dafür müssten sie vom Kultusministerium mit ausreichend Lehrerstunden ausgestattet werden und vom Schulträger mit den nötigen Sachmitteln. "Nur wenn gleichzeitig der Unterricht besser wird, werden alle Eltern inklusiven Unterricht akzeptieren und als das wahrnehmen, was er ist: ein Gewinn für alle", sagt Lampl.


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PM 15/2011 vom 27. Juni 2011

Zwei Schulformen sind genug
BEV sieht die Schulpolitik der CDU als Schritt in die richtige Richtung

Der Bayerische Elternverband (BEV) spricht sich für ein zweigliedriges Schulsystem aus. Neben dem Gymnasium soll es künftig nur noch eine weitere Schulform geben. In dieser Schule können die Schülerinnen und Schüler alle Abschlüsse machen, nach 13 Schuljahren auch das Abitur. Der BEV sieht den Vorstoß der CDU, in allen Bundesländern Haupt- und Realschule zusammenzulegen, deshalb positiv.

"Das ist zwar noch nicht die Schule für alle, für die der BEV seit Jahren kämpft", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des BEV. "Doch die Richtung stimmt, und wir sind optimistisch." In gemischten Gruppen könnten Kinder nachweislich besser voneinander und miteinander lernen als in den nur scheinbar einheitlichen Klassen der herkömmlichen Schularten. Dort werde allen Kindern gleichzeitig derselbe Lernstoff vorgesetzt, was jeder pädagogischen Erkenntnis widerspreche. "Auch Bayern wird sich modernen Lernformen öffnen müssen", sagt Lampl. "Es wäre mutig, sich jetzt an die Spitze der Bewegung zu setzen, um nicht in ein paar Jahren das Schlusslicht zu sein."

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PM 14/2011 vom 30. Mai 2011:

Familienfreundliche Grundschule
BEV fordert Betreuung bis zum stundenplanmäßigen Unterrichtsende

Lauf - Eltern haben ein Betreuungsproblem, wenn ihr Grundschulkind überraschend vor der Tür steht. Die im Schulrecht festgeschriebene "kind- und familiengerechte Halbtagsgrundschule" gilt nur für die Zeit zwischen 7:30 Uhr und dem regulären Unterrichtsende. Darüber, wann der Unterricht regulär endet, entscheidet die Schulleitung, so dass Eltern nicht zuverlässig planen können.

Der BEV hat eine Petition eingereicht, die diesem Missstand abhelfen soll. "Eltern müssen sich auf den Stundenplan verlassen können, auf den sie sich am Schuljahresanfang eingestellt haben", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands. "Die wenigsten Eltern können vom einen Tag auf den anderen Kinderbetreuung organisieren. Der Staat muss dafür sorgen, dass die Kinder in der Schule betreut werden können, auch wenn es dort keine Mittagsbetreuung gibt."

Nach Auskunft des Kultusministeriums verfügten 70 Prozent der bayerischen Grundschulen über eine Mittagsbetreuung. Derzeit sei also für etwa 140.000 bayerische Grundschulkinder bei vorzeitigem Unterrichtsschluss die Betreuung in der Schule nicht gesichert.

Zur Petition


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PM 13/2011 vom 26. Mai 2011:

Kultusministerium ignoriert Parlament und Verbände

Lauf - Ein fraktionsübergreifender Gesetzentwurf des Bayerischen Landtags soll die Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention im bayerischen Schulwesen umsetzen. Im Landtag fand am 19. Mai eine Expertenanhörung zum Gesetzentwurf statt. Der Bayerische Elternverband kritisiert scharf, dass das bayerische Kultusministerium bereits mit Datum vom 11. Mai ein Schreiben an die Regierungen und Schulämter verschickt hat, welches die Ausführung des neuen Gesetzes regelt. Zu diesem Zeitpunkt waren die Verbände noch nicht angehört worden und das Parlament hatte das Gesetz noch nicht verabschiedet. Henrike Paede, stellvertretende Vorsitzende des Bayerischen Elternverbands: "Die Verbandsanhörung war somit eine reine Alibiveranstaltung. Eine derartige Vorgehensweise ist undemokratisch und verletzt die parlamentarischen Spielregeln!"

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PM 12/2011 vom 25. Mai 2011:

Gesetzentwurf missachtet Menschenrecht
Verbände protestieren mit Petition - BEV schließt sich an

Lauf - Die fünf im bayerischen Landtag vertretenden Fraktionen haben einen gemeinsamen Gesetzentwurf zur inklusiven Bildung vorgelegt. Damit soll die UN-Behindertenrechts­kon­ven­tion umgesetzt werden, die besagt, dass niemand wegen einer Behinderung vom Unterricht in allge­meinen Schulen ausgeschlossen werden darf. Dieses Menschenrecht sieht der Bayerische Elternverband durch den Gesetzentwurf verletzt.

Am Donnerstag, 26. Mai, befasst sich der Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags mit einer Petition mehrerer Verbände, die in dem Entwurf die von der UN-Behindertenrechtskon­vention geforderte inklusive Schule nicht verwirklicht sehen. Sie kritisieren, dass nach dem Gesetzentwurf behinderte Kinder nicht an ihrem Wohnort, sondern dort beschult würden, wo dies für die Kostenträger „finanziell vertretbar“ sei. Das Schulprofil Inklusion, welches nach dem Gesetzentwurf etwa 20 Schulen beantragen können, sei allenfalls zur Entwicklung der inklusiven Praxis zu akzeptieren. Profilschulen dürfte aber kein Ort sein, an dem erneut behinderte Kinder zusammenfasst werden.

Der BEV schließt sich dieser Kritik an. „Wo ein Kind wegen seiner Behinderung weite Wege zur Schule auf sich nehmen muss, weil ihm die nötige Unterstützung an der Schule seines Wohnorts vorenthalten wird, liegt eine Menschenrechtsverletzung vor“, sagt Henrike Paede, stellvertretende Vorsitzende des Bayerischen Elternverbands. „Die UN-Behinderten­rechts­k­on­vention ist unmittelbar geltendes Recht. Daher muss der Entwurf dringend nachgebessert werden.“

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PM 11/2011 vom 24. Mai 2011:

Bayerische Elternvertretung bundesweit aktiv
Ursula Walther zur stellvertretenden Vorsitzenden des Bundeselternrats gewählt

Ursula Walther, von 2003 bis 2006 Vorsitzende und derzeit Sprecherin des Bayerischen Elternverbands, ist neue stellvertretende Vorsitzende des Bundeselternrats. Auf der Frühjahrsplenartagung in Bad Hersfeld wurde Walther nahezu einstimmig für die nächsten drei Jahre gewählt.

Der Bayerische Elternverband wirkt damit erneut in der Elternvertretung auf Bundesebene an maßgeblicher Stelle mit. Der Bundeselternrat (BER) ist die Arbeitsgemeinschaft der Landeselternvertretungen in Deutschland, welche nach eigenen Angaben die Eltern von rund acht Millionen Schülerinnen und Schülern in Deutschland repräsentiert. Weitere Informationen unter www.bundeselternrat.de.

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PM 10/2011 vom 19. Mai 2011:

Gesetzentwurf zur Inklusion behinderter Kinder im bayerischen Schulwesen genügt dem menschenrechtlichen Anspruch der UN-Behindertenrechtskonvention nicht

Der Bayerische Elternverband hat in der Verbandsanhörung am 19.5.2011 den Entwurf zur Neufassung des bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes abgelehnt. Die von der UN-Behindertenrechtskonvention geforderte inklusive Schule werde durch ihn nicht verwirklicht. Mit dem von der interfraktionellen Arbeitsgruppe vorgelegten Gesetzentwurf würden behinderte Kinder nicht notwendig an ihrem Wohnort, sondern immer nur dort beschult, wo dies für die Kostenträger „finanziell vertretbar“ sei.
Das geplante Schulprofil Inklusion sei allenfalls zur Entwicklung der inklusiven Praxis, nicht aber als Ort der erneuten Zusammenfassung behinderter Kinder zu akzeptieren. „Wo ein Kind wegen seiner Behinderung weite Wege zur Schule auf sich nehmen muss, weil ihm die nötige Unterstützung an der Schule seines Wohnorts vorenthalten wird, liegt eine Menschenrechtsverletzung vor“, sagt Henrike Paede, die stellvertretende Vorsitzende des Bayerischen Elternverbands. „Ernst zu nehmende Rechtsgutachten bestätigen den Rang der UN-Behindertenrechtskonvention als unmittelbar geltendes Recht. Daher muss der Entwurf dringend nachgebessert werden.“

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PM 9/2011 vom 4. Mai 2011:

Inklusive Bildung beginnt im Kopf
Elternverband sieht interfraktionellen Gesetzentwurf zur Inklusion kritisch

München - Zum gestrigen Beschluss des bayerischen Ministerrats über den interfraktionellen Gesetzentwurf zur inklusiven Bildung sagt die stellvertretende BEV-Landesvorsitzende Henrike Paede, die gleichzeitig das Sachgebiet Förderschule leitet: "Das Beste am Entwurf ist die Tatsache, dass sich alle Landtagsfraktionen gemeinsam mit dem Thema befassen. Inhaltlich ist es in vielen Politikerköpfen allerdings noch weit bis zur Inklusion." Man dürfe Inklusion nicht als besonders großzügig betriebene Integration verstehen, also als eine "Zurückführung der Kinder mit Behinderung in die Regelschule", wie es im Gesetzentwurf heiße. "Inklusion bedeutet: Alle Kinder lernen von Anfang an zusammen", sagt Paede, "keines braucht nachträglich wieder integriert zu werden."

Auf lange Sicht könne man deshalb die Förderschule nicht als Lernort erhalten. "Das widerspricht dem inklusiven Gedanken und ist zudem schlicht nicht finanzierbar." Kein Land, auch nicht das reiche Bayern, könne es sich leisten, zwei Schulsysteme nebeneinander zu finanzieren: ein inklusives für alle Kinder und ein besonderes für diejenigen, die dennoch nicht wirklich dazugehörten. Die Wahlfreiheit für die Eltern sei ohnehin nicht gegeben, auch wenn das im Gesetzentwurf und von der Staatsregierung so dargestellt werde. "Eltern dürfen ihr Kind zwar an der Schule ihrer Wahl anmelden", sagt Paede, "ob es an der Regelschule genommen wird, entscheidet im Zweifelsfall aber nach wie vor die Schulverwaltung. Die Wahlfreiheit besteht also auch hier stets nur darin, sein Kind freiwillig an der Schulart mit dem niedrigeren Lernanspruch anzumelden."

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PM 8/2011 vom 2. Mai 2011:

Eltern haben beim Übertritt wenig zu melden
Kultusministerium täuscht die Öffentlichkeit über Mitspracherecht der Eltern

Lauf - In einer aktuellen Pressemitteilung zum Übertritt behauptet der bayerische Kultusminister, die Eltern dürften beim Übertritt ihrer Kinder von der Grundschule an die weiterführende Schule mitentscheiden. "Das ist nur die halbe Wahrheit", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands. Eltern dürften ihr Kind trotz sehr guter Noten auf Realschule oder Mittelschule schicken. Habe das Kind schlechte Noten, bestimme allein der Notendurchschnitt, auf welche Schulart das Kind wechseln kann. "Wer das der Öffentlichkeit als Mitbestimmung der Eltern beim Übertritt verkauft, täuscht sie bewusst."

Der Bayerische Elternverband setzt sich dafür ein, die endgültige Entscheidung über die weiterführende Schulart den Eltern zu überlassen, so wie in den meisten anderen Bundesländern.


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PM 7/2011 vom 29. April 2011

Elternverband fordert: freie Schulwahl in Bayern

Mit Blick auf das Übertrittszeugnis, das am kommenden Montag alle Kinder der vierten Klassen in Bayern erhalten, wiederholt der Bayerische Elternverband seine Forderung, den Elternwillen beim Übertritt freizugeben. "Eltern kennen ihr Kind am besten. Sie können und sollen entscheiden, an welche Schule es nach der Grundschule geht", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands.

Immer mehr Bundesländer gäben den Elternwillen beim Übertritt frei. Sie setzen um, worauf Wissenschaftler seit vielen Jahren hinweisen: Eine Prognose über die schulische Entwicklung eines zehnjährigen Kindes ist nicht möglich. Feststellen lasse sich nur die momentane Leistungsfähigkeit. "Nachweislich landen viele Kinder auf einer Schulart, die sie über- oder unterfordert, ganz unabhängig davon, ob sie durch Entscheidung der Eltern oder durch einen bestimmten Notendurchschnitt an diese Schule gekommen sind."

So lange in Bayern noch nicht das längere gemeinsame Lernen eingeführt sei, müsse den Eltern die Entscheidung über den Bildungsweg ihrer Kinder nach der Grundschule zugetraut werden. "Das wäre eine kostengünstige, schnell umzusetzende Entscheidung, die viel Druck aus der Grundschule nehmen würde", sagt Lampl.

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PM 6/2011 vom 10. April 2011

Vorstandswahl im Bayerischen Elternverband
Bei der Landesversammlung 2011 wurde Maria Lampl mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigt.

Augsburg - Bei der Landesversammlung 2011 des Bayerischen Elternverbands haben die Delegierten den Landesvorstand für die nächsten drei Jahre gewählt. Maria Lampl wurde mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigt. Die Diplompädagogin aus Bayreuth war seit Juni 2010 kommissarische Landesvorsitzende. Sie hat vier Kinder und gehört dem BEV seit elf Jahren an. Ihr Spezialgebiet ist Gewalt- und Suchtprävention.

Ihre Stellvertreterinnen sind weiterhin Ulrike Köllner aus München, Henrike Paede aus Stadtbergen und Ulrike Stautner aus Augsburg. Schatzmeisterin ist wie bisher Margit Alfes aus Lauf, Schriftführerin Monika Roemer-Girbig aus Uttenreuth. Als Beisitzer im Landesvorstand wurden neu gewählt bzw. bestätigt: Marion Beck (Haundorf); Martin Löwe (Rosenheim); Christine Primbs (Aub); Alexander Reichert (Maisach); Ursula Walther (Herzogenaurach); Michael Wolff (Heilsbronn), Isabell Zacharias (München).


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PM 5/2011 vom 18. März 2011

Abhängen des Kreuzes muss erlaubt sein
Elternverband wendet sich gegen Diskriminierung von Kruzifixgegnern

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat heute festgestellt, dass ein Kruzifix im Klassenzimmer nicht gegen das Grundrecht auf Religionsfreiheit verstößt. Das bayerische Schulrecht schreibt in jeder Volksschulklasse ein Kreuz vor. Wenn Eltern „aus ernsten und einsehbaren Gründen“ fordern, das Kreuz abzuhängen, sucht die Schulleitung einen Kompromiss und entscheidet im Einzelfall auch, dass das Kreuz abgehängt wird.

„Mit dieser pragmatischen Lösung können wir Eltern leben“, sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands. „Was wir nicht akzeptieren, ist das öffentliche Kesseltreiben, welches einsetzt, wenn Eltern fordern, das Kreuz abzuhängen."

Der BEV verlangt den Schutz der Anonymität für Eltern, die sich gegen das Kreuz im Klassenzimmer aussprechen. „Den Eltern muss es erlaubt sein, sich über den Elternbeirat oder über den Vertrauenslehrer an die Schulleitung zu wenden, ohne dass ihr Name genannt wird“, fordert Lampl. "Es geht nicht an, dass sie jahrelang schikaniert oder gar öffentlich bedroht werden, nur weil sie ein Recht wahrnehmen, welches ihnen zusteht."


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PM 4/2011 vom 4. März 2011

BEV steht Unterricht durch Bundeswehrvertreter kritisch gegenüber

Nachdem auch das Bayerische Kultusministerium im Juni 2010 einen Kooperationsvertrag mit der Bundeswehr abgeschlossen hat, sind deren Einflussmöglichkeiten sowohl bei der Lehrerbildung als auch an den Schulen nach Ansicht des BEV zu groß geworden.

„Eltern, die ihr Kind zum friedlichen Umgang mit Konflikten erziehen, müssen selbst entscheiden können, ob ihr Kind am Unterricht durch eine Organisation teilnimmt, deren Auftrag es ist, bewaffnete Interventionen vorzunehmen“, sagt die BEV-Vorsitzende Maria Lampl. Andernfalls bedeute dies einen bedenklichen Eingriff in die Erziehungshoheit der Eltern und in die Gewissensfreiheit. Nach dem Wandel der Bundeswehr von einer reinen Verteidigungstruppe in eine Interventionsarmee wiege eine ablehnende Haltung ihr gegenüber nun noch schwerer als zuvor. Schüler und Eltern müssten als Betroffene umso mehr selbst nach ihrem Gewissen über eine Einladung an ihre Schule entscheiden können.

Der BEV hat sich daher mit einer Petition an den Bayerischen Landtag gewandt. Er fordert, dass künftig nicht mehr die Schulleitung alleine, sondern das Schulforum über die Einladung eines Bundeswehrvertreters entscheidet. Ferner müsse jeder Schüler, der die Teilnahme mit seinem Gewissen nicht vereinbaren könne, einer derartigen Veranstaltung fern bleiben können.

Eltern und Schülern empfiehlt der BEV, bei der Schulleitung einen vorsorglichen Befreiungsantrag für Bundeswehrveranstaltungen im Rahmen des Schulunterrichts zu stellen.

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PM 3/2011 vom 17. Februar 2011

Noten sind falsch
Der Bayerische Elternverband fordert bessere Lernbedingungen und ein neues System der Leistungsbewertung

Noten sagen wenig über ein Kind. Sie sagen jedoch viel über ein Schulsystem. Nach Ansicht des bayerischen Kultusministeriums dient das Zwischenzeugnis Schülern und Eltern dazu, „die Leistungen des ersten Halbjahres sachlich zu analysieren und gegebenenfalls notwendige Schritte für das zweite Halbjahr einzuleiten". Im Klartext bedeutet das: Eltern sollen ihr Kind zum Lernen motivieren und im Zweifelsfall Nachhilfeunterricht finanzieren, damit am Schuljahresende der Übertritt gelingt.

Der Bayerische Elternverband (BEV) lehnt ein solches pädagogisches Outsourcing ab. „Die Schule muss dafür sorgen, dass Kinder lernen, was sie lernen sollen", sagt Maria Lampl, Landesvorsitzende des BEV. „Und es ist Aufgabe der Staatsregierung, dafür zu sorgen, dass sie das kann." Dafür brauchen die Schulen mehr pädagogisches Personal und die Lehrer Entlastung von Verwaltungsaufgaben, um Zeit für die Kinder zu haben.

Die Zeugnisnoten seien dennoch ein Signal für die Eltern. Sie sagten zwar kaum etwas über Wissen und Können eines Kindes aus, bestimmten jedoch dessen Bildungsweg. „Wir Eltern wissen selbstverständlich, dass Noten nicht objektiv und oft äußerst ungerecht sind", sagt Maria Lampl. "Doch wir sind Realisten. In diesem Schulsystem müssen wir mit Noten leben, weil sie über die Schullaufbahn unserer Kinder entscheiden." Eltern sollten sich deshalb mit allen Mitteln für bessere Noten einsetzen, ihren Kindern aber zugleich klar machen, dass Noten ein Problem des Systems sind, nicht des Kindes.

Der Bayerische Elternverband fordert seit Jahren ein anderes System des Lernens und der Leistungsbewertung. Jedes Kind braucht einen individuellen Bildungsplan. Lernfortschritt darf nur am eigenen Leistungsniveau gemessen werden, nicht an dem anderer Kinder. Statt Ziffernnoten oder den nicht viel besseren Wortgutachten fordert der BEV deshalb Portfolios und Prüfungen, die sich am individuellen Lernstand eines Kindes orientieren.


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PM 2/2011 vom 2. Februar 2011

Elternverband ruft zum Protest auf
Staatsregierung will Lehrerstellen streichen

Der Bayerische Elternverband ruft alle Eltern auf, sich dem Protest des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands gegen den Kahlschlag bei den Lehrerstellen anzuschließen. Der Haushaltsentwurf des Finanzministeriums (S. 301-311) zeigt, dass in den kommenden Jahren bis zu 4500 Lehrerstellen gestrichen werden sollen. "Das ist skandalös", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands. "Alle schönen Versprechungen des Kultusministers von individueller Förderung aller Kinder sind damit Makulatur."

Der Bayerische Elternverband empfiehlt allen Eltern, die Protestnote auf der Website des BLLV ans Finanzministerium und ans Kultusministerium zu schicken.


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BEV-PM 1/2011 vom 1. Februar 2011:

Bayern streicht Lehrerstellen
Eltern enttäuscht von den Sparplänen der Staatsregierung

München - Im Schuljahr 2012 sollen an den bayerischen Volksschulen 857 Lehrerstellen wegfallen, im Jahr darauf noch einmal 1134. Das ist dem Etatentwurf des Kultusministeriums zu entnehmen, der heute bekannt wurde und morgen mit dem Haushaltsentwurf in den Landtag eingebracht wird. „Wir sind maßlos enttäuscht von diesen Sparplänen“, sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands. „Es hieß jahrelang, die Lehrerstellen sollten erhalten bleiben, auch wenn es immer weniger Kinder gibt. Die demografische Rendite sollte im System bleiben. Das ist auch dringend nötig, wenn es endlich neue Formen des Lernens und echte individuelle Förderung geben soll.“

Stattdessen wolle die Staatsregierung bei der Bildung massiv kürzen. Es sei über die heute bekannt gewordenen Sparpläne hinaus mehr als fraglich, ob die Lehrer im Gymnasium, die durch die Umstellung auf das achtjährige Gymnasium frei würden, an den Gymnasien bleiben könnten. Sie würden aber gebraucht, um die übergroßen Klassen zu verkleinern und auch Gymnasiasten individuell zu fördern. Der Kultusminister möge sich ein Beispiel an seiner Kollegin in Baden-Württemberg nehmen, die öffentlich erklärt habe, die demografische Rendite werde im System bleiben.

„Die bayerischen Sparpläne machen einen besseren Unterricht unmöglich und sind darüber hinaus der Todesstoß für die Inklusion“, sagte Lampl. Mit der geplanten Lehrerausstattung sei es ausgeschlossen, die Pläne der bayerischen Staatsregierung zur UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen. „Für inklusiven Unterricht brauchen wir deutlich mehr pädagogisches Personal pro Kind, nicht weniger.“ Der BEV könne deshalb die Sparpläne nicht akzeptieren.

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Pressemitteilung des BEV, der Gymnasialeltern Bayern und des BLLV vom 24. Januar 2011

Der Sparkurs in der Bildungspolitik ist zu beenden

Eltervertreterin Ulrike Köllner und BLLV-Präsident Klaus Wenzel: „Die Vorgehensweise der Politik ist ein Schlag ins Gesicht der Nachwuchslehrkräfte“

München - In einer gemeinsamen Presseerklärung haben die Vorsitzende des Gymnasialeltern Bayern e.V., Ulrike Köllner, die auch für den Bayerischen Elternverband (BEV) spricht, sowie der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, an den Bayerischen Landtag und die Staatsregierung appelliert, den rigorosen Sparkurs in der Bildungspolitik zu beenden. „Wer tausenden jungen Menschen die berufliche Zukunft verbaut, obwohl sie dringend gebraucht werden, handelt fahrlässig und verantwortungslos“, kritisierten beide heute in München. Sie bezeichneten die Vorgehensweise der Politik als nicht zu verantwortbaren Schlag ins Gesicht der Nachwuchslehrkräfte. „Betroffen sind nicht nur Gymnasialreferendare, die hundertfach auf die Straße geschickt werden, sondern auch rund 2000 Grundschullehrkräfte. Sie hatten ihre Hiobsbotschaft bereits im Juli vergangenen Jahres erhalten.“ Gleichzeitig herrsche an den Schulen erschreckender Mangel, Unterricht falle aus, die Klassen seien zu groß. „Das wollen wir nicht länger mitmachen“, betonte Köllner. Wenzel prognostizierte, dass zum neuen Schuljahr von voraussichtlich 8000 Neubewerbern für alle Schularten nicht einmal die Hälfte eine Anstellung finden werde. „Dazu kommen jene, die schon länger ohne Beschäftigung sind. Diese Einstellungspolitik gefährdet die Qualität unserer Schulen“, sagte er.

Dabei türmen sich die Probleme an allen Schulen regelrecht auf: übervolle Klassen, vor allem zu große Eingangsklassen an den Gymnasien - hier kommt auch noch die unzumutbare Belastung durch das Abwickeln des doppelten Abiturjahrganges hinzu -, Stundenausfälle wegen Krankheit oder Fortbildung, eine zu hohe Unterrichtsverpflichtung an Grund- und Hauptschulen und viel zu wenig Stunden für die individuelle Förderung. „Anstatt diese Probleme systematisch zu beheben, werden die Schulen ständig weiter geschwächt“, kritisierte der BLLV-Präsident. Das führe dazu, dass die Qualität an den Schulen dauerhaft leide. In dieser Situation signalisiere die Politik tausenden jungen Menschen, die sich intensiv und mit großen Anstrengungen auf ihre berufliche Zukunft als Lehrkräfte vorbereitet hätten, nicht gebraucht zu werden. Das sei verheerend.

Wenzel und Köllner verlangten, die übergroßen Klassen an allen Schularten abzubauen und überall eine ausreichende Lehrerreserve zu installieren, um Unterrichtsausfälle ohne zusätzliche Belastung des Personals kompensieren zu können. „Uns ist klar, dass das Kultusministerium nur die Stellen vergeben kann, die der Bayerische Landtag bewilligt hat - die Hauptverantwortung liegt also beim Landtag und den Abgeordneten. Sie müssen deshalb bei den Beratungen und der Abstimmung zum nächsten Doppelhaushalt deutlich mehr Planstellen für alle Schularten schaffen. Sie müssen den jungen Kolleginnen und Kollegen, die jetzt vor ihrem beruflichen Scherbenhaufen stehen, eine Perspektive eröffnen - das sind sie ihnen einfach schuldig“, so Köllner und Wenzel.

Darüber hinaus ist der eigenverantwortliche Unterricht für Referendare während der Ausbildung deutlich zu reduzieren. Die Unterrichtspflichtzeit für Junglehrer wurde erhöht, weil damit die Unterrichtsversorgung angesichts des damaligen Lehrermangels aufrecht erhalten werden konnte. „Das ist jetzt absurd.”

Köllner erinnerte an die nach wie vor unerträglichen Belastungen an den bayerischen Gymnasien: „Nicht nur viele Schülerinnen und Schüler sind erschöpft, müde und ausgebrannt, auch viele Lehrkräfte kommen an ihre gesundheitlichen Grenzen oder haben sie bereits überschritten.“ Die Anforderungen des G8 seien trotz aller Beteuerungen unverändert hoch. „Druck und Belastung sind extrem.“ Die Arbeitsbedingungen für die Lehrkräfte hätten sich in den vergangenen Jahren aufgrund der hohen Schülerzahlen sowie des Mangels an qualifizierten Fachlehrern/innen kontinuierlich verschlechtert.

Köllner und Wenzel betonten abschließend, dass die Ziele des Kultusministers, wie zum Beispiel die individuelle Förderung an allen Schulen, nur mit deutlich mehr Planstellen umzusetzen seien. Reformen würden aber grundsätzlich auf dem Rücken der Lehrerinnen und Lehrer ausgetragen - davon hätten sie die Nase gestrichen voll.

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BEV-PM 20/2010 vom 17. Dezember 2010:

Ablehnung des Bildungspakets ist kein Schaden
Eltern halten die Bildungsförderung des Bundesarbeitsministeriums für eine Fehlkonstruktion

Zur heutigen Ablehnung der Neuregelung des Hartz-IV-Gesetzes im Bundesrat sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands: "Es ist kein Schaden, dass das Bildungspaket vorläufig nicht kommt. Es steckt so voller Fehler, dass es bei Verhandlungen nur besser werden kann. Das Absurdeste: Man verteilt Gutscheine, weil manche Eltern sonst angeblich das Geld versaufen. Wieso sollen ausgerechnet diese Eltern die Mühe auf sich nehmen, Anträge zu stellen, Angebote auszusuchen und Bildungsgutscheine einzulösen?" Allen anderen, die ihre Kinder fördern wollen, binde man die Hände gleich mit.

Als gravierende Fehler nennt Lampl:
- Die Gutscheine für umgerechnet 10 Euro Bildungsförderung pro Monat müssen beantragt werden, damit sie nicht verfallen; viele Berechtigte wissen das nicht.
- Die Gutscheine können nur eingelöst werden, wenn sich ein kulturelles Angebot (Sportverein, Musikschule u.ä.) findet, dessen Träger mit der Arge kooperiert. Vor allem auf dem Land ist das Angebot sehr eingeschränkt.
- Ein Vereinsbeitrag nützt nichts, wenn man den Verein nicht zu Fuß erreicht. Fahrtkosten werden nicht übernommen.
- Sport- und Musikangebote erfordern Sportkleidung und Instrumente. Diese werden nicht finanziert.
- Familien, die knapp über der Armutsgrenze liegen, profitieren nicht vom Bildungspaket.
- Ein warmes Mittagessen erhalten nur die Kinder, an deren Schule es angeboten wird. Die anderen gehen trotz Rechtsanspruch leer aus.
- Nachhilfe gibt es nur für Kinder, die nicht sitzenbleiben sollen. Zur Leistungsverbesserung oder gar zum Aufsteigen in eine höhere Schulart ist sie nicht gedacht.

"Damit bleiben die Kinder der armen Familien da, wo sie ohnehin überproportional landen, auch wenn sie nicht weniger begabt sind als die Kinder reicher Eltern: in den Haupt- und Förderschulen. Das ist ungerecht", sagt Lampl. Der BEV spricht sich dafür aus, dass die Schulen besser ausgestattet werden, damit Nachhilfe überflüssig wird. Hier müsse der Bund mitfinanzieren dürfen. "Das Verbot der Kooperation zwischen Bund und Ländern in der Bildung muss weg."

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BEV-PM 19/2010 vom 7. Dezember 2010

Die richtigen Schlüsse ziehen
Elternverband begrüßt PISA-Ergebnis und warnt vor Lernen unter Druck

Das Bildungsniveau in Deutschland steigt. Bei der PISA-Studie von 2009 liegen die deutschen 15-Jährigen in Mathematik und den Naturwissenschaften klar über dem internationalen Durchschnitt. Ihre Lesekompetenz ist jedoch nach wie vor mittelmäßig und die Abhängigkeit der Bildungschancen von der sozialen Lage der Familie immer noch unerträglich groß.

Der Bayerische Elternverband sieht im Abschneiden der deutschen Schüler dennoch einen Beleg dafür, dass Bildungsförderung sich lohnt. Die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands, Maria Lampl, sagte nach der Veröffentlichung von PISA 2009: "Der Pisaschock von 2001 war heilsam, denn Bildung ist seitdem überall ein Thema, und die Kultusminister haben mit den bundesweiten Bildungsstandards einen Maßstab gesetzt. Das zahlt sich jetzt aus."

Die Tatsache, dass mit den Pisasiegern aus Asien Schüler an der Spitze stehen, die in der Schule Drill und extremen Leistungsdruck erleben, dürfe nicht zu falschen Schlüssen führen. "Es mag jetzt verführerisch sein, den Druck auf die bayerischen Schüler zu erhöhen und die Auslese zu verschärfen. Das hilft aber den schwächeren Schülern nicht und entspricht nicht unserem Menschenbild", sagte Lampl. Bayern solle sich stattdessen an Finnland orientieren, das sich als einziges europäisches Land in der PISA-Spitzengruppe befinde. Das Lesen als wichtigste Kompetenz müsse viel besser gefördert werden. "Dazu gehören als Mindestvoraussetzung gut ausgestattete Schulbibliotheken, die nicht aus Personalmangel geschlossen bleiben müssen."

Das hoffnungsvolle Abschneiden der deutschen Schüler liege vor allem daran, dass die Gruppe der Schwächsten kleiner geworden ist. Der BEV fordert mehr pädagogisches Personal an den Schulen, gut ausgestattete Ganztagschulen und längeres gemeinsames Lernen, um die Bildungschancen der Kinder aus armen, bildungsfernen Familien zu verbessern.


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BEV-PM 18/2010 vom 24. November 2010

Eltern wollen Alternativen
Der BEV fordert das Kultusministerium auf, im Landkreis Eichstätt ein neues Schulkonzept zuzulassen.

Der Bayerische Elternverband unterstützt den Antrag der Gemeinden Denkendorf und Kipfenberg im Landkreis Eichstätt auf eine regionale Gemeinschaftsschule mit gemeinsamem Unterricht bis zum Realschulabschluss. "Eltern wollen selbst entscheiden, welche Schule für ihr Kind die richtige ist", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands. "Neben Mittelschule, Realschule und Gymnasium muss es weitere Schulformen geben. Wir begrüßen deshalb den Antrag der beiden Gemeinden auf eine schulartübergreifende Modellschule mit längerem gemeinsamem Lernen."

Neben dem pädagogischen Vorteil einer Schule, in der Unterschiede zwischen den Kindern als lernfördernd begriffen würden, nütze ein solches Schulkonzept den Gemeinden auf dem Lande. Sie könnten ihre Schule erhalten, weil sie die Kinder nicht an größere Kommunen abgeben müssten. "Es ist höchste Zeit", sagt Lampl, "dass an den staatlichen Schulen in Bayern endlich ernsthaft ausprobiert werden darf, wie individuelle Förderung durch gemeinsames Lernen funktioniert."


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BEV-PM 17/2010 vom 29. September 2010

Bildungspaket ist nur ein Bildungspäckchen
Elternverband kritisiert die fehlgeleitete Kindergrundsicherung der Bundesregierung

Die Bundesregierung will Kinder aus Hartz-IV-Familien mit einem Bildungspaket unterstützen. Es enthält zehn Euro pro Monat für den Beitrag zum Sport- oder Musikverein, dazu 30 Euro im Jahr für Kita- und Schulausflüge und einen Zuschuss zum Mittagessen in Schule oder Kita. Nachhilfe kann zusätzlich beantragt werden. Alle Leistungen gibt es nicht bar, sondern voraussichtlich als Gutschein.

"Das ist eine Entmündigung der Eltern. Mit den Gutscheinen unterstellt ihnen die Regierung, sie würden Geld nicht für ihr Kind verwenden", sagt Maria Lampl, die Vorsitzende des Bayerischen Elternverbands. "Außerdem ist das Bildungspaket ungerecht und kommt kaum bei denen an, die es am nötigsten haben." Den Zuschuss zum warmen Mittagessen gebe es derzeit von der Staatsregierung und den Kommunen. Es sei zu befürchten, dass diese sich nun aus der Finanzierung zurückziehen würden. "Längst nicht überall gibt es warmes Mittagessen in der Schule - auch das ist ungerecht." Der Zuschuss zu Ausflügen sei die einzige Verbesserung.

Beiträge zu Sportvereinen und Musikunterricht dagegen seien ein Geschenk mit Folgekosten, sagte Lampl. Nur wer sich zusätzlich Fußballschuhe oder gar ein Klavier leisten können, habe etwas davon. "Für Familien mit wenig Geld ist das nicht drin", sagt Lampl. "Die haben ja nicht einmal das Fahrgeld, damit die Kinder zu den Übungsstunden fahren können." Hier werde die Bundesregierung vermutlich sparen, weil die Zuschüsse nicht abgerufen werden.

Der Zuschuss zum Nachhilfeunterricht sei absurd. "Die ohnehin überlasteten Mitarbeiter der Jobcenter sollen nun auch noch entscheiden, welches Kind Nachhilfe bekommt. Derzeit gibt es Nachhilfe nur bei langer Krankheit oder bei einem Todesfall in der Familie, aber nicht, wenn das Hartz-IV-Kind sitzenzubleiben droht; daran werden sie sich bei ihrer Entscheidung weiterhin halten." Das helfe armen Kindern nicht aus der strukturellen Benachteiligung.

Der Bayerische Elternverband fordert die Staatsregierung auf, auch den Kindern aus armen Familien bessere Bildung anzubieten, als die Bundesregierung sie plant. "Hier könnte sich der Bildungsföderalismus endlich einmal als vorteilhaft erweisen. Bayern braucht viel mehr Ganztagsschulen, mit Sport und musischen Angeboten für alle Kinder und mit echter individueller Förderung, die privaten Nachhilfe überflüssig macht - für alle Kinder."


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BEV-PM 16/2010 vom 14. September 2010

Schule ist Sache der Kinder

Hausaufgaben zu machen ist nicht Sache der Eltern. Darauf weist der Bayerische Elternverband zum Schuljahresbeginn hin. Eltern, die an den Hausaufgaben mitwirken, ohne dass ihr Kind sie darum gebeten hätte, schaden dem Kind. "Die Schule ist der Arbeitsplatz des Kindes", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands. "Wenn Eltern sich einmischen, lassen sie ihrem Kind keine Chance, selbst Verantwortung zu übernehmen. Das macht Kinder unselbstständig und nimmt ihnen die Freude am Lernen."
Weitere Tipps zum Schulbeginn finden Eltern unter 12 Tipps zum Schulanfang


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BEV-PM 15/2010 vom 19. Juli 2010
Gemeinsame Pressemitteilung des BEV und der Gymnasialeltern Bayern

Hamburg zeigt: Es muss Schluss sein mit der Gängelung der Eltern!

In Hamburg hat etwas mehr als die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger, die sich am Volksentscheid zur Schulreform beteiligt haben (Wahlbeteiligung 39 %), gegen eine Verlängerung der Grundschulzeit gestimmt. Das ist gut ein Fünftel der Wahlberechtigten. Etwas weniger, nämlich 18 Prozent, sind für die Verlängerung der Grundschulzeit auf sechs Jahre eingetreten.

Laut Kultusminister Spaenle soll dies ein klaren Signal gegen die 'Einheitsschule' sein, ein Signal für ein mehrgliedriges Schulsystem. "Das ist eine glatte Fehlinterpretation!", sagen Maria Lampl, Vorsitzende des Bayerischen Elternverbands, und Ulrike Köllner, Vorsitzende der Gymnasialeltern Bayern. "Erstens gibt es nach der vierjährigen Grundschule in Hamburg nur zwei Schularten, nämlich Gymnasium und Stadtteilschule, die beide zum Abitur führen. Zweitens zeigt das Ergebnis nur eines: Die Eltern sind uneins in der Systemfrage, aber sie wollen keinesfalls ein System von oben übergestülpt bekommen. Sie wollen die Wahl zwischen verschiedenen Schulformen."

Das durch das Grundgesetz garantierte Erziehungsrecht und die Handlungsfreiheit der Eltern würden durch rigide, von oben diktierte Schulformen in verfassungswidrigem Ausmaß eingeschränkt. Regionale Schulmodelle, sei es für Haupt- und Realschüler, oder eine Gemeinschaftsschule für alle Kinder, dürften nicht mehr abgelehnt werden.

Der vom Minister polemisch gebrauchte Begriff „Einheitsschule“ suggeriere finstersten Kommunismus. Wer sich aber echte Gemeinschaftsschulen ideologiefrei ansehe, sagt Ulrike Köllner, erkenne, dass das eigenständige Lernen anhand von Wochenplänen die Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes fördere, wogegen in einem Schulsystem mit einheitlichen Lehrplänen, einheitlichen Prüfungsaufgaben und einheitlichen Schulbüchern sowohl die hochbegabten als auch die schwachen Schüler das Nachsehen hätten.

"Wir verlangen deshalb", sagt Maria Lampl, "dass die bayerischen Kommunen die Möglichkeit erhalten, alternative Schulmodelle entsprechend den Wünschen ihrer Bürgerinnen und Bürger zu entwickeln und anzubieten. Und unabhängig von jeder Systemfrage gilt: Gute Schule kostet richtig Geld. Die Billigversion funktioniert nicht, oder jedenfalls nur mit einem ausufernden Schatten-Schulwesen in Form von Nachhilfe."


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BEV-PM 14/2010 vom 23. Juni 2010

Reiche Eltern haben kluge Kinder

Der neue Ländervergleich weist Bayerns Schüler als die leistungsstärksten aus. Allerdings ist der Bildungserfolg abhängig vom Elternhaus. Die Schere zwischen Arm und Reich geht nicht nur wirtschaftlich, sondern auch bei den Schulabschlüssen Jahr für Jahr weiter auseinander.

"Das wundert niemanden, der sich mit dem bayerischen Bildungssystem befasst," so Maria Lampl, die Vorsitzende des Bayerischen Elternverbands. "Schon Grundschüler benötigen teure Nachhilfe, um den Übertritt auf eine höhere Schule zu schaffen, von den Gymnasiasten ganz zu schweigen, die sich das alljährliche Vorrücken häufig nur durch den Geldbeutel der Eltern sichern können."

Gegen jede wissenschaftliche Erkenntnis klammert sich die CSU an der rigiden Auslese nach der vierten Klasse fest. Alternative Schulmodelle, in denen Kinder länger gemeinsam lernen können, werden nicht einmal auf freiwilliger Basis zugelassen. Bei der frühkindlichen Förderung fehlen Plätze und Qualität. In der Grundschule werden die Kinder teils um 11.15 Uhr nach Hause oder in eine pädagogikfreie Mittagsbetreuung geschickt.

Seit zehn Jahren kennen wir die Probleme dieses Bildungssystems, aber die bayerische Bildungspolitik ignoriert die Tatsachen. Es wird in Kauf genommen, dass wir auf der einen Seite künftige Sozialhilfeempfänger produzieren, auf der anderen Seite Gymnasiasten, deren Schulalltag 50 wöchentliche Arbeitsstunden und erhebliche Unterstützung durch die Eltern voraussetzt.

Der BEV fordert eine bessere finanzielle und personelle Ausstattung unserer Schulen, eine Abschaffung der Zwangsauslese nach der vierten Klasse und rhythmisierte Ganztagsschulen!


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BEV-PM 13/2010 vom 19. Juni 2010

Bayerischer Elternverband hat neue Spitze

Bei der Landesvorstandssitzung am 19. Juni 2010 wurde Maria Lampl zur neuen Landesvorsitzendendes Bayerischen Elternverbands (BEV) gewählt. Die Diplompädagogin aus Bayreuth hat vier Kinder und gehört dem BEV seit 10 Jahren an. Ihr Spezialgebiet ist Gewalt- und Suchtprävention. Sie war über viele Jahre eine der drei stellvertretenden Vorsitzenden des BEV. Die Neuwahl war durch den  vor zwei Wochen erfolgten Rücktritt von Heike Hein notwendig geworden.

Für die beiden vakanten Stellvertreterinnenposten konnten Ulrike Köllner aus München und Ulrike Stautner aus Augsburg nachgewählt werden. Dritte Stellvertreterin ist nach wie vor Henrike Paede aus Stadtbergen. Auch Monika Römer-Girbig als Schriftführerin und Margit Alfes als Schatzmeisterin bleiben in ihren bisherigen Ämtern. Ursula Walther wurde zur Regionalbeauftragten für Unterfranken und Urban Hilgers zum Regionalbeauftragten für Oberbayern ernannt.


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BEV-PM 12/2010 vom 19. Juni 2010:

Deutsches Ausleseschulsystem äußerst erfolgreich

Der heute vorgestellte Bildungsbericht 2010 zeigt wieder einmal das Ausmaß der deutschen Bildungskatastrophe: die Zahl der jungen Erwachsenen zwischen 20 und 30 Jahren ohne Berufsabschluss ist auf einen Höchststand von 17 % gestiegen. Die Auslese funktioniert so nachhaltig, dass unser Schulsystem ein Heer von Hilfsarbeitern hervor bringt, die in der Arbeitswelt überflüssig sind.

Das ist die Folge eines Aus- und Umsortierungssystems, das ganze Bevölkerungsgruppen durchs Raster fallen lässt, so Maria Lampl, die stellvertretende Vorsitzende des BEV. „Unser Schulsystem ist mit mindestens 16 verschiedenen Schularten alleine in Bayern so kompliziert, dass selbst Akademiker Schwierigkeiten haben, die Vielzahl der möglichen Auf-, Um- und Abstiege mit den verschiedensten Abschlüssen zu überblicken.“

Überraschend ist auch nicht, dass besonderes viele junge Menschen mit Migrationshintergrund unter den Bildungsverlierern sind. In einem Schulsystem, das die Kinder in großen Teilen mittags nach Hause schickt und auf andauernde Mit- und Nachhilfe der Eltern baut, müssen Kinder aus bildungsfernen und nicht deutschsprachigen Familien den Anschluss verlieren.

Deshalb kämpfen wir seit vielen Jahren für eine am Kind orientierte Gemeinschaftsschule, die ganztägige umfassende Bildung ermöglicht. Schule muss, um mehr als Frontalunterricht bieten zu können, Lebensraum sein. Dafür müssen Bund und Länder ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen zur Verfügung stellen anstatt auf Bildungsgipfeln hohle Phrasen auszutauschen und sich zu Lasten unserer Kinder in Föderalismusstreitigkeiten zu verlieren.


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BEV PM 11/2010 vom 16. Juni 2010
                                                                                    
Eltern wollen die Hauptschule nicht, auch wenn sie ‚Mittelschule’ heißt

Die neuesten Schülerzahlen belegen, dass die Hauptschulen, die künftigen ‚Mittelschulen’, viel weniger Schüler haben werden als angenommen. Immer mehr Schüler wechseln ans Gymnasium und vor allem an die Realschule.

„Die Neuerungen beim Übertrittverfahren haben zumindest einen positiven Aspekt hervorgebracht: Sie spiegeln die Nicht-Akzeptanz der Hauptschule unter den Eltern besser wider als jede Onlineumfrage“, stellt Maria Lampl, stellvertretende Vorsitzende des Bayerischen Elternverbands e.V. (BEV) fest. „Eltern wollen für ihr Kind nur das Beste. Hierbei unterliegen sie jedoch vielen Zwängen, die eine objektive Entscheidung beeinflussen können. So zeigt sich durch den enormen Ansturm auf die Realschulen im kommenden Schuljahr, dass Eltern alle Chancen nutzen, um ihr Kind nicht auf die Hauptschule schicken zu müssen, auch wenn die Empfehlung der Pädagogen manchmal anders lautet.“

Lampl gibt weiter zu bedenken, dass Eltern grundsätzlich die höchstmögliche Schulform für ihr Kind anstrebten. „Ohne mindestens einen mittleren Schulabschluss sind die Berufs- und Lebenschancen unserer Kinder in der hoch technisierten Gesellschaft des 21. Jahrhunderts miserabel.“ Die Mittelschule, die nicht viel mehr sei als ein neues Schild an der Hauptschultür, könne den Bildungsanspruch der Eltern nicht erfüllen. „Egal, wie viel noch am bayerischen Schulsystem herum geschraubt wird, es wird dessen Schieflage nicht beheben können“, sagt Lampl. Deshalb sehe der BEV zu seiner Forderung nach einer grundsätzlichen Umstrukturierung des bayerischen Schulsystems keine Alternative.

Lampl warnt davor, dass es nun zu hektischen Nachbesserungen kommen werde, da den Realschulen definitiv Lehrer fehlten. Zu erwarten seien überfüllte Klassenzimmer und die Auslagerung von Schülern, keine günstige Voraussetzung für individuelle Förderung.

Der BEV ruft alle Eltern und Lehrer auf, sich für den Umbau des bayerischen Bildungswesens einzusetzen. Dazu gehört eine längere gemeinsame Schulzeit bis zum Ende der Pflichtschulzeit, eine stärkere individuelle Förderung der Kinder schon vor der Einschulung, Freiräume in den Lehrplänen, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ihre Fähigkeiten und Talente zu entdecken und zu erproben, sowie mehr Geld für das Bildungswesen. „Mit der mittlerweile von vielen Eltern und Lehrern als unerträglich empfundenen ‚Flickschusterei’ am bayerischen Bildungswesen muss endlich Schluss sein!“ betont Lampl.


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BEV PM 10/2010 vom 13. Juni 2010

Elternverband gegen neues Übertrittverfahren
Ergebnis der Erhebung des Kultusministeriums zur Neuregelung des Übertritts zeigt nicht, dass die Probleme behoben sind.

Der Bayerische Elternverband (BEV) sieht im Gegensatz zu Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle keine nennenswerten Vorzüge in der Neuregelung des Übertritts. „Gegen eine bessere Beratung schon ab der 3. Jahrgangsstufe haben wir nichts einzuwenden“, betont Maria Lampl, stellvertretende Landesvorsitzende des BEV. „Informationsveranstaltungen zu diesem frühen Zeitpunkt sollten aber keinesfalls dazu dienen, bereits Empfehlungen für die weitere Schullaufbahn zu geben.“ Die stärkere Betonung des Elternwillens bei der Wahl der weiterführenden Schule komme nur marginale Bedeutung zu. Denn einzig und allein wenn der Probeunterricht fürs Gymnasium mit den Noten 4/4 in Mathematik und Deutsch bestanden wurde, haben die Eltern nach der neuen Regelung eine Entscheidungsbefugnis. Dies treffe aber nur auf sehr wenige zu, so dass die Bezeichnung „Stärkung des Elternwillens“ deutlich zu hoch gegriffen sei.

Der Übertritt an sich verursache zu viel Druck auf Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Da die Neuerungen des Kultusministers nur minimal seien, könnten sie dieses Problem nicht aus der Welt schaffen. Anstatt unnötige Umfragen zu erheben, fordert der Bayerische Elternverband die Regierung im Freistaat auf, endlich die unerbittliche Selektion, die mit dem viel zu frühen Übertritt einhergeht, zu beenden. In die Erhebung zur Neuregelung des Übertritts von Grundschülern auf die weiterführenden Schulen wurde der BEV, der der einzige schulartübergreifende Elternverband in Bayern ist, vom Kultusministerium nicht eingebunden.


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BEV-PM 09/2010 vom 14. Mai 2010

Der Bayerische Elternverband (BEV) kritisiert Finanzpolitik

Trotz des Dementis von Kultusminister Spaenle, der die 1000 Lehrerstellen aus dem Koalitionsvertrag nun doch nicht streichen will, bleibt für den Bayerischen Elternverband (BEV) ein mulmiges Gefühl zurück.

Der Schnellschuss des Ministers und das nachfolgende Durcheinander zeige wieder einmal, dass die Regierenden im Bund wie im Land besonders gern dort sparten, wo der geringste Widerstand zu erwarten sei. Statt dessen sollte man lieber steinreiche Finanzjongleure daran hindern, durch gewissenlose Transaktionen Währungskrisen bis hin zu Staatspleiten zu verursachen. Die von der FDP verhinderte Finanzmarktsteuer könnte Milliarden in die Staatskasse schwemmen und zudem milliardenschwere Rettungspakete weitgehend überflüssig machen. Letztere müsse stets der kleine Steuerzahler schultern.

"Wird jedoch an der Bildung gespart, so bedeutet dies die denkbar teuerste Refinanzierung der gegenwärtigen Staatsschulden, auch wenn diese Hypothek erst zehn Jahre später fällig wird. Offenbar ist dies in den Köpfen der Verantwortlichen noch immer nicht angekommen", sagt die BEV-Vorsitzende Heike Hein. Angesichts der demographischen Entwicklung sei es wichtiger denn je, die künftigen Steuer- und Rentenbeitragszahler bestmöglich auszubilden. Nur so könne unsere Gesellschaft ihren Wohlstand erhalten und die jetzt nötigen Rettungsmaßnahmen finanzieren. Wer dies negiere, trage zum Niedergang des Staates nicht nur in finanzieller Hinsicht bei. Und Heike Hein ergänzt: "Angesichts solcher Erkenntnisdefizite verwundert die Politikverdrossenheit der jungen Generation nicht."


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BEV-PM 08/2010 vom 14. Mai 2010

Bayern muss Einheitsschulen abschaffen
Bayerischer Elternverband fordert eine Schule für alle

Der Bayerische Elternverband (BEV) fordert die Staatsregierung auf, endlich ein modernes, zukunftstaugliches Schulsystem einzuführen. Das Verteilen zehnjähriger Kinder auf unterschiedliche Schularten müsse ein Ende haben. Alle Kinder sollten länger gemeinsam lernen. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hatte kürzlich die Gemeinschaftsschule, wie sie Eltern- und Lehrerverbände und die Opposition seit langem fordern, abgelehnt und als Einheitsschule diffamiert. Spaenle ist nach wie vor überzeugt, dass Kinder in einem gegliederten Schulsystem am besten gefördert werden.

„Es scheint, dass Kultusminister Spaenle den Begriff der individuellen Förderung missversteht“ sagt Heike Hein, Landesvorsitzende des BEV. „Es geht nicht um individuelle Bildungsziele in Form von unterschiedlichen Abschlüssen. Individuell geförderte Kinder gelangen auf individuellen Lernwegen zum selben Ziel." Individuelle Förderung sei es, Kindern viele Lerngelegenheiten zu bieten, aus denen sie auswählen können. Schulklassen, in denen sich alle Kinder möglichst ähnlich sind, böten wenig Anregung. „Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien sind die wirklichen Einheitsschulen“, sagt Hein. „Sie sind darauf angelegt, dass alle Kinder zur selben Zeit dasselbe lernen. Kein Wunder, dass es da mit der individuellen Förderung nicht klappt.“

Das bayerische Schulsystem produziere auf diese Weise Einheitsschüler, die sofort umsortiert werden, sobald sie nicht mehr in ihre ursprüngliche Lerngruppe passen. Frustration durch den Schulwechsel und den Verlust der Freunde sei eine unmittelbare Folge der unmenschlichen Schulstruktur. Der Bayerische Elternverband setzt sich seit mehr als sechs Jahren für eine Schule für alle ein.


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BEV PM 07/2010 vom 12. Mai 2010

Bayerischer Elternverband wählt stellvertretende Vorsitzende nach

Rosenheim – Sabine Stadler aus Nürnberg ist die neue stellvertretende Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands (BEV). Bei der Landesversammlung 2010 wurde sie mit großer Mehrheit der Stimmen für eine der drei stellvertretenden Landesvorsitzenden nachgewählt. Weiterhin im Amt als stellvertr. Landesvorsitzende sind Maria Lampl und Henrike Paede. Seit 2008 begleitet die 37-jährige Kauffrau den Gemeinsamen Elternbeirat für die Volksschulen in Nürnberg und seit 2009 den Nürnberger Elternverband als stellvertretende Vorsitzende.

Als Nachfolger für ausgeschiedene Beisitzer wurden Bernadette Dechant aus Regensburg, Gabriele Haaks-Becke aus Rosenheim, Ursula Leppert aus München, Martin Löwe ebenfalls Rosenheim, Astrid Steinmann aus Erlangen in den Landesvorstand gewählt.

Der Bayerische Elternverband setzt sich für die individuelle Förderung aller Kinder und Jugendlichen in Bayern ein, unabhängig davon, welche Bildungseinrichtung sie besuchen und aus welchem Elternhaus sie kommen. Alle jungen Menschen haben einen Anspruch auf gleiche Bildungschancen.


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BEV-PM 6/2010 vom 28. April 2010

Sparpaket bedroht Bildung
Der Bayerische Elternverband befürchtet weiterhin die Schließung kleiner Hauptschulen

Die Bildung von Mittelschulverbünden sichert die wohnortnahe Schule nicht, sagt Heike Hein, die Vorsitzende des Bayerische Elternverbandes (BEV). ‑Wo bisher ein Schulleiter eine Schule von der Jahrgangstufe 1 bis 9 geleitet hat, muss aus rechtlichen Gründen nun in Grund- und Hauptschule getrennt werden. Schon jetzt ist klar, dass viele Hauptschulen dann nicht mehr als siebzig bis hundert Schüler haben. Die Schülerzahlen werden weiter sinken, somit erledigt sich dann die Schulleiterstelle. Die Hauptschule wird, wenn überhaupt, als Depandance der nächst größeren Hauptschule geführt. Auf diese Weise spart das Kultusministerium nicht nur den Schulleiter, sondern die Kommune auch die Hausmeister und Verwaltungsangestellten. Die Mittelschule läuft auf eine Zentralisierung der Schulstandorte hinaus.

Individuelle Förderung ist eine schöne Floskel, sagt Hein, ‑sie wird überall dort eingesetzt, wo ein durchdachtes Konzept fehlt. Für die wirkliche individuelle Förderung an den Mittelschulen fehlt es aber an Zeit und Geld. Das Gleiche gilt für die Berufsorientierung. Der BEV bemängelt, dass nicht genügend pädagogisches Personal den Schulen bei der Durchführung der Vorgaben zur Verfügung steht. So wird der Mehraufwand für die individuelle Förderung und die Berufsorientierung den Lehrkräften auferlegt, ohne sie entsprechend zu unterstützen. Für die Berufsorientierung benötigen die Schulen unabdingbar Sozialpädagogen, die sich intensiv um die Schüler kümmern.

Mit Skepsis sieht der BEV ebenfalls die verschiedenen Schulabschlüsse an den Mittelschulen. ‑Die Schüler müssen vom ersten Schultag an eine Schule erleben, die ihren Bedürfnissen gerecht wird und zum mittleren Bildungsabschluss geführt werden, meint Hein, das Kultusministerium muss aufpassen, dass der neu eingeführte theorieentlastete Hauptschulabschlussnicht zur Billigversion verkommt."


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BEV PM 05/2010 vom 26. April 2010

Eltern fordern längere gemeinsame Schulzeit

"Jedes Frühjahr ist es dasselbe, Eltern und Kinder verzweifeln am Übertritt", sagt Heike Hein, die Vorsitzende des Bayerischen Elternverbandes. Nachdem in diesem Schuljahr der Übertritt vom Kultusministerium "verschlimmbessert" wurde, sind die Schüler und Eltern besonders unter Druck.

Seit das Kultusministerium eine Richtzahl für Proben einfordert und noch vor den Übertrittszeugnissen möglichst viele Proben geschrieben werden sollen, sind die Kinder in der Schule maßlos überfordert. Mündliche Abfragen, oft zwei Proben in Hauptfächern in einer Woche und die ständige Angst um den Übertritt, sind nicht zu schaffen.„Unsere Kinder sind schließlich erst neun oder zehn Jahre alt und machen große Entwicklungsschritte,“ sagt Hein, „es ist vollkommen unverständlich, warum nicht noch mindestens zwei weitere gemeinsame Jahre zusammen gelernt wird.“

Der Bayerische Elternverband wünscht sich nicht nur mehr Stärkung des Elternwillens, sondern auch mehr Eigenverantwortung für Schulen und Lehrkräfte. „Für mich ist die Einführung der Probenrichtzahl ein untrügliches Zeichen für das Misstrauen des Kultusministeriums gegenüber den Lehrkräften“, sagt Hein. „Wenn man schon den Eltern nicht zutraut Entscheidungen für ihre Kinder zu treffen und den Elternwillen nicht freigibt, so sollte man wenigstens seinem eigenen Personal vertrauen.“

Der Bayerische Elternverband weist zum wiederholten Mal darauf hin, dass es für die Schüler beschämend und kontraproduktiv ist auf Noten reduziert zu werden, dies auch noch in einigen wenigen Fächern, von denen man glaubt sie seien das Maß aller Dinge.


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BEV PM 04/2010 vom 12. Feb. 2010

Fachoberschule lässt Jugendliche auf der Straße stehen

Wenn am heutigen Freitag die Zeugnisse verteilt werden, bedeutet dies für ein Viertel der Schüler einer Eingangsklasse an der Fachoberschule das Aus.

Wer die Probezeit an der Fachoberschule nicht besteht, kommt vorwiegend vom M-Zug der Hauptschule, aber auch von der Wirtschaftsschule. Aus den Lehrplänen dieser Schulen erklären sich die Schwächen ihrer Abgänger, denn dort wird das Fach Englisch im Vergleich zur Realschule um zwei Wochenstunden weniger unterrichtet. Hauptschüler haben auch in Mathematik gravierende unverschuldete Defizite.

Wenn die Jugendlichen die Probezeit nicht bestanden haben, stehen sie von heute auf morgen auf der Straße. Sie haben weder eine Lehrstelle noch die Möglichkeit, sofort eine andere Schule zu besuchen. Da sie keine Schüler mehr sind, müssen sie sich selbst krankenversichern und bekommen keine Busfahrkarte bezahlt. „So zeigt sich wie durchlässig unser Schulsystem ist, es geht immer nur bergab“, sagt Heike Hein, die Vorsitzende des Bayerischen Elternverbands. „Auch wird es für viele dieser jungen Menschen sehr schwierig, nach einem halben Jahr ohne Pflichten und Anforderungen wieder Tritt in einer Ausbildung oder in einer anderen Schule zu fassen“.

Der Bayerische Elternverband fordert daher, diesen Schülern den weiteren Besuch der Fachoberschule bis zum Ende des Schuljahres zu ermöglichen und sie zu unterstützen, ihre Wissenslücken zu schließen.


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BEV PM 03/2010 vom 11. Februar 2010

Der Bayerische Elternverband unterstützt den G8-Schülerstreik

Der Bayerische Elternverband begrüßt die für den 12. Februar geplanten Protestaktionen des ersten Q11-Jahrgangs im achtjährigen Gymnasium. Der hier herrschende Lerndruck sei weder mit guter Pädagogik noch mit der Anforderung vereinbar, dass Jugendliche nicht nur ihren Kopf voller Wissen stopfen sollten, sondern auch Raum für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit bräuchten. 34 bis 38 Schulstunden je Woche, die sich mit der Zeit für häusliches Lernen auf 50 bis 60 Stunden summieren können, überstiegen bei weitem sogar die übliche und zumutbare Arbeitzeit eines berufstätigen Erwachsenen. „Zeit für Freunde, Sport, Musisches und für soziales Engagement ist ebenso wichtig wie das Aneignen von theoretischem Wissen“, sagt die BEV-Vorsitzende Heike Hein. „Die akademische Zukunft unseres Landes soll später nicht in den Händen von abgehobenen Nur-Denkern liegen, deren Horizont zwischenmenschliche Kontakte, körperliche und seelische Gesundheit sowie künstlerischen Ausdruck nicht mehr erfasst.“

Davon abgesehen könne unter diesen Umständen von Nachhaltigkeit des Lernens keine Rede mehr sein.„Bisherige Appelle an das Kultusministerium, den alten G 9-Lehrplan auf das Zeitfenster des G 8 zurecht zu schneidern, sind mehr oder weniger im Sande verlaufen“, so Heike Hein. Der BEV unterstütze daher nicht nur die Forderungen der jungen Menschen, sondern betrachte auch den geplanten Streik als das der Anwesenheitspflicht im Unterricht übergeordnete Rechtsgut. „Da die Schüler in diesem Fall direkten Gebrauch von ihren demokratisch legitimierten Rechten machen, appellieren wir an das Kultusministerium, sich bei den Schulleitern dafür einzusetzen, dass regelrechte Anträge auf Freistellung vom Unterricht für die Teilnahme am Streik auch genehmigt werden.“


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BEV PM 02/2010 vom 10. Februar 2010

Der Bayerische Elternverband ist irritiert über Appelle des Kultusministeriums anlässlich der Zwischenzeugnisse

Mit schöner Regelmäßigkeit wiederholt das Kultusministerium vor der Zeugnisvergabe, Eltern sollten besonnen auf die Noten ihrer Kinder reagieren. Dabei nehmen nach den Erfahrungen des BEV die meisten Eltern die Zeugnisse ihrer Kinder gelassen hin.

Der Bayerische Elternverband (BEV) ist auch erstaunt über die Aussage des Kultusministers: „Das Zeugnis dient Schülern und Eltern dazu, die Leistungen des ersten Halbjahres sachlich zu analysieren und gegebenenfalls notwendige Schritte für das zweite Halbjahr einzuleiten.“ Dazu Heike Hein, Vorsitzende des BEV: "Wenn ein Schüler im zweiten Halbjahr besondere Hilfen braucht, so ist dies die Sache der Schule." Es könne nicht angehen, dass die Eltern in Form von persönlicher oder finanzierter Nachhilfe die Förderung übernähmen, die eigentlich die Schule leisten müsse. Auf diese Weise sei die viel beklagte Verbindung von Einkommen und Bildung der Eltern mit den Bildungschancen der Kinder niemals zu unterbrechen.

Wichtig sei auch. dass sich das Kultusministerium endlich die Sichtweise moderner Pädagogik zu eigen mache, die den durch Tests abgebildeten Entwicklungsstand eines Kindes lediglich als einen Teilaspekt seiner Entwicklung betrachte. Wohl und Wehe eines Kindes nur von Noten abhängig zu machen, die ausschließlich kognitive Momentleistungen abbildeten, demotiviere dieses und werde ihm in seiner Ganzheit nicht gerecht.


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BEV-PM 01/2010 vom 3. Februar 2010

Bayerischer Elternverband kritisiert Dialogforen als Alibiveranstaltung

Der Bayerische Elternverband bekommt von seinen Mitgliedern unzufriedene Rückmeldungen über die Dialogforen zur Einführung der Mittelschule. Sie wurden vom Kultusministerium ausdrücklich als Gesprächsebene für alle Betroffenen und Interessierten konzipiert, die der Entscheidung über die Schulverbünde vorgeschaltet ist.

Von einer gleichberechtigten Mitsprache der Eltern kann jedoch in der Praxis keine Rede sein. Oft werden die Eltern erst dann in den Prozess eingebunden, wenn die Entscheidung über den Verbund bereits gefallen ist ". Dass Eltern sich unter diesem Umständen nicht ernst genommen fühlen, liegt auf der Hand", kommentiert die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands, Heike Hein. Eltern berichten auch, dass sonst stets kritische Lehrer in Anwesenheit ihrer Vorgesetzten aus den Schulämtern und Regierungen nur mehr oder weniger stumm an den Foren teilnähmen und offenbar nicht wagten, ihre Meinung auszusprechen.

Obwohl die Mittelschule die bayerische Methode, Kinder schon früh nach "gut" und "schlecht" zu sortieren, wieder einmal durchexerziert, dürfe man auf den Dialogforen über dieses Problem nicht reden. Dabei seien, neben den stets vergessenen Förderschülern, die Kinder der Haupt- bzw. Mittelschule die Leidtragenden dieses Systems.

Ein weiteres Ärgernis sei das Diskussionsverbot über die Lehrerbesoldung. Heike Hein: "Für die Eltern ist nicht nachvollziehbar, warum Hauptschullehrer, die ebenso wie Realschullehrer die Kinder zu einem mittlerer Schulabschluss führen sollen, weniger verdienen."

Die Eltern sind mittlerweile verunsichert, weil die Anmeldefristen für das kommende Schuljahr näher rücken und sie weder wissen, wie die Schullandschaft in ihrem Umfeld im kommenden Schuljahr aussehen wird noch wo sie ihr Kind anmelden sollen. Für die Mittelschule gibt es bisher noch nicht einmal eine gesetzliche Grundlage